
Obwohl die Schülerinnen und Schüler derzeit zu Hause sind, herrscht in einigen Schulen im Landkreis reger Betrieb. Im Verlauf der Sommerferien hat der Landkreis Gotha als Träger der kommunalen Schulen umfassende Sanierungs- und Baumaßnahmen durchgeführt – so auch an der Sporthalle der Regelschule „Am Kienberg“ in Crawinkel. Im Rahmen einer offiziellen Begehung konnten Pressevertreter am 4. August die Baustelle besichtigen.
Die Sporthalle wurde 1988 als Einfeldhalle in Plattenbauweise errichtet. Die aktuellen Arbeiten sind jedoch nicht die ersten: In den vergangenen zehn Jahren wurden unter anderem eine neue Akustikdecke mit integrierter Beleuchtung eingebaut sowie der Parkettsportboden saniert. „Diese Turnhalle hat in ihren 30 bis 40 Jahren einiges ausgehalten. Sie wurde zwar robust gebaut, aber es wird Zeit, sie ins 21. Jahrhundert zu holen“, sagte Landrat Onno Eckert.
Im Fokus der aktuellen Sanierung stehen vor allem die Glasflächen der Halle, welche längsseits unter dem Dach verbaut wurden. Durch verschiedene Schäden galten diese als besonders gefährlich für die Schüler. Das sogenannte „Lichtband“ erhielt neue, kleinere Fenster, die zudem den modernen Standards der Wärmedämmung entsprechen. Bis zum Abschluss der Baumaßnahmen am 15. August müssen noch die Technik für die Fensterbedienung verbaut und die neuen Wände um das „Lichtband“ verputzt werden.
Zusätzlich erhielten weitere Bereiche der Turnhalle eine Auffrischung: Die Eingangstür wurde erneuert und die Be- sowie Entlüftung der Halle verbessert. Außerdem erfolgte die Montage eines Sonnenschutzes an den neuen Fenstern. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 170.000 Euro.
Doch das wird noch nicht alles gewesen sein. „In den nächsten zwei Jahren und darüber hinaus sind weitere Vorhaben geplant, um die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an dieser Sportstätte zu vollständig umzusetzen“, erklärte Konrad Frankenberg, Leiter des Amts für Gebäude- und Straßenmanagement. Dazu zählen zum Beispiel die Verkleidung der Innenwände mit einem Prallschutz, die Umgestaltung und Modernisierung der Umkleidekabinen sowie Sanitäranlagen und das Aufbringen einer Wärmedämmung an der gesamten Halle. „Damit schaffen wir einen echten Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler aus der Region“, sagte Yves Trubjansky, Amtsleiter der Bereiche Schule, Sport und Bildung des Landkreises. „Auch der Kegel- und der Tischtennisverein aus Crawinkel profitieren davon“, so der Amtsleiter. Immerhin werde in der Schulzeit die Anlage fast dauerhaft betrieben. Früh und mittags findet der Schulsport statt, abends trainieren dort die Vereine. „Nur in den Ferien bleibt die Sporthalle geschlossen – dann erfolgen Grundreinigungen der Fenster, Hallenböden und Sanitäreinrichtungen“, erklärte Trubjansky.
Die Turnhalle in Crawinkel steht stellvertretend für zahlreiche weitere Bauprojekte. Das Landratsamt hat die Zeit der Sommerferien genutzt, um Reparaturen an 14 seiner 38 Schulen durchzuführen. „Als Schulträger kommen wir unserer Pflicht nach, einen angemessenen und qualitativ hochwertigen Zustand der Bildungseinrichtungen sicherzustellen“, sagte Onno Eckert.
In den folgenden Liegenschaften wurden Projekte beendet oder stehen kurz vor dem Abschluss:
Grundschule „Geschwister Scholl“ Dachwig
– Außenanlage: Einbau Fundamente für Sonnenschutz, Zauninstandsetzung, Gehweg- und Rinnenreparatur (Kosten ca. 2.000 Euro)
– Erneuerung Bodenbelag Klassenraum 105 (Kosten ca. 500 Euro)
– Fensterwartung, Einstellarbeiten und Einbau von Drehsperren als Absturzsicherung (Kosten ca. 1.000 Euro)
Grundschule „Friedrich Buschmann“ Friedrichroda
– Malerarbeiten im Raum 102 (Direktorzimmer) (Kosten ca. 2.000 Euro)
– Verbesserung der Akustik im Hortraum (Kosten ca. 3.000 Euro)
Grundschule „Adolf von Trützschler“ Wölfis
– energetische Modernisierung von Beleuchtung im EG und im 1. OG (Kosten ca. 45.000 Euro)
– Austausch von Bodenbelägen in Klassenräumen, malermäßige Instandsetzung (Kosten ca. 2.500 Euro)
Regelschule „Helene Lange“ in Friedrichroda
– Reparatur und Aufarbeitung des Parketts in der Aula (Kosten ca. 2.700 Euro)
– Umbau der Elektrohauptverteilung im Haupteingang des Altbaus (Kosten ca. 2.600 Euro)
Regelschule „Bertha von Suttner“ Mechterstädt
– energetische Modernisierung von Beleuchtung im 1. OG (Kosten ca. 58.000 Euro)
– Austausch von Bodenbelägen in Klassenräumen, malermäßige Instandsetzung (Kosten ca. 4.500 Euro)
Gemeinschaftsschule Tonna
– Malerarbeiten im Physikraum (Kosten ca. 3.000 Euro)
Gemeinschaftsschule Warza
– malermäßige Instandsetzung und Fußbodenerneuerung in mehreren Klassenräumen (Kosten ca. 5.500 Euro)
Arnoldi-Gymnasium Gotha
– Grundsanierung NaWi-Fachraum und Chemievorbereitungsraum (Kosten ca. 257.000 Euro)
– Erneuerung Beleuchtung in der Sporthalle auf dem Schulgelände (Kosten ca. 2.400 Euro)
Gymnasium Ernestinum Gotha
– Neugestaltung der Außenanlagen Lesebereich Bibliothek, Rohbauarbeiten im denkmalgeschützten Gebäudeteil B, Zimmermannsarbeiten am denkmalgeschützten Fachwerk im Gebäudeteil A (Diese Leistungen befinden sich derzeit in der öffentlichen Ausschreibung. Sofern Angebote eingehen, werden die Arbeiten ab September 2025 ausgeführt.)
Gymnasium Gleichense Ohrdruf
– Aufstellung von Containermodulen für zwei zusätzliche Klassenzimmer (Kosten ca. 75.000 Euro)
Perthes-Gymnasium Friedrichroda
– Reparatur Ausgabeküche (Beseitigung eines Wasserschadens) (Kosten ca. 50.000 Euro)
Berufsschulzentrum Gotha-West
– Reparatur der Außenjalousie der Sporthalle (Kosten ca. 1.800 Euro)
– Sanierung Umkleide/WC/Duschen im Herrenbereich nach Wasserschaden (Beginn bereits in den Ferien, wird aber noch ungefähr bis Mitte Oktober andauern; Kosten ca. 30.000 Euro)
– Bodenbelag, Maler, Akustik, Beleuchtung, Kleinküchen in Raum 6 und Raum 7 zur Vorbereitung der Umnutzung der Räume durch die Regenbogenschule (Kosten ca. 30.000 Euro)





















