Unter Wasser ist es am schönsten

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Vereinslogo: TSC "Die Haie" aus Gotha (Quelle: TSC "Die Haie")
Fliesenstudio Arnold

Der Tauchsportclub aus Gotha ist mehr als ein einfacher Verein für ein gemütliches Hobby. Er war und ist Trendsetter, hat über die Grenzen des Landkreises aus Ansehen erworben und baut ein Gerüst für die Zukunft auf.

Der Tauchsportclub „Die Haie“ begeht in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag. „Der Verein feiert das nicht groß. Dazu hatten wir zum 30-jährige Bestehen ein tolles Fest organisiert. Finanziell wäre das einfach nicht zu stemmen“, sagte Lutz Wolfersdorf, Vereinsvorsitzender.

Einen Tauchsportverein gibt es in Gotha seit 1973. Die Finanzierung und Leitung wurde zu diesem Zeitpunkt vom VEB „Gummiwerke Thüringen“ – Betriebsteil Gotha übernommen. Ziel zu diesem Zeitpunkt war die vormilitärische Laufbahnausbildung zu Tauchern. Ab dem Jahr 1990 und der Neugründung als TSC „Die Haie“ e.V. änderte sich die Ausrichtung des Vereins. „Wir blieben zwar ein reiner Ausbildungsverein, aber es ging nur noch um den Freizeitsport“, so Wolfersdorf. Der gebürtige Waltershäuser übernahm den Vorsitz schon beim „Vorgänger“ – im Jahr 1987. Der 65-Jährige ist seit 1976 aktiver Taucher.

Mitglieder und Anfänger können sich in den Ressorts Gerätetauchen und Apnoetauchen ausbilden lassen. „Wir befinden uns damit in einer herausragenden Situation. In Thüringen ist es eine Seltenheit, dass ein Verein in zwei Richtungen gleichzeitig ausbildet“, freute sich der Vorsitzende. Seit rund 13 Jahren biete der Tauchsportclub nun schon Apnoetauchen an. Als vor 18 Jahren der „Verband Deutscher Sporttaucher“ (VDST) die Sparte „Apnoetauchen“ integrierte, ließen sich Lutz Wolfersdorf und Ralf Hildebrand, Co-Vorsitzender beim TSC „Die Haie“, die Chance nicht entgehen und absolvierten eine vierjährige Ausbildung mit anschließender Tauchprüfung. Durch die Weiterbildung beider Männer hatte der Verein als erster Thüringer Tauchsportclub die Qualifikation, um im Apnoetauchen auszubilden. „Das machte unseren Verein damals bekannt. Danach zogen plötzlich weitere Tauchsportclubs nach und ließen Lehrer für das Apnoe ausbilden“, sagte Wolfersdorf lachend.

Doch was ist Apnoetauchen und wodurch hebt es sich vom Gerätetauchen ab? „Es gibt nur eine Regel: Man bleibt so lange wie möglich unter Wasser. Und das mit nur einem Atemzug. Dabei brauchen wir keine schweren Gasflaschen oder Atemmasken. Ein paar Flossen, eine Schwimmmaske, der Gewichtsgurt und ein Taucheranzug reichen aus“, erklärte Wolfersdorf. „Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Es wird keine schwere Ausrüstung benötigt und der Tauchgang selbst wird zu einem besonderen Erlebnis.“

Der 67 Mitglieder starke TSC aus Gotha trainiert außerhalb der Ferien immer dienstags im Gothaer Stadtbad. „Das Anwerben von Kindern und Jugendlichen ist für uns kein Problem. Nachdem in der Corona-Pandemie unsere Kindergruppe beinahe vollständig wegbrach, haben wir jetzt schon wieder zwölf Kinder und sechs Jugendliche, die eine Ausbildung bei uns absolvieren“, erzählt Lutz Wolfersdorf. Kinder und Jugendliche zahlen einen Beitrag von 50 Euro pro Halbjahr, die Erwachsenen 80 Euro.

Problematischer sei die Weiterbildung von Jugendlichen zu Übungsleitern oder Trainern. „Viele hören nach ihrer Tauchausbildung aus. Wir müssen es schaffen, mehr Menschen zu halten.“ Denn der Vorsitzende rechnet in den kommenden Jahren damit, dass viele altgediente Übungsleiter und Trainer in den Ruhestand gehen.

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