Die Stadt Gotha hält ihre Stadt grün. Dafür wird auch gut Geld in die Hand genommen. Wo sich jetzt neue Bäume befinden, lesen Sie im folgenden Artikel. Alle Angaben stammen aus einer Meldung der Stadtverwaltung.
Erfolgsmodell „Bäume für Gotha“ – weitere Baumpflanzungen im April
Bäume sind wichtige Bestandteile in unserem Stadtgefüge, sie bilden Räume, grenzen Straßenzüge und Grünflächen voneinander ab, bieten Schatten, filtern die Luft, speichern Wasser und transpirieren, sie verbessern so das Kleinklima in einer Stadt.
Das Gartenamt initiierte im Sommer 2019 das Baumspendenprojekt „Bäume für Gotha“, um das Bewusstsein über die Bedeutung der Natur und vor allem der Bäume in unseren Städten in der Bevölkerung zu stärken. Hierbei kann sich jeder, der sich am Projekt beteiligen möchte, auf der Internetseite der Stadtverwaltung Gotha (www.gotha.de) einen Baum auf einer Baumkarte des Stadtgebiets aussuchen und entweder den vollen Betrag von 1.500 Euro für diesen oder einen Teilbetrag spenden. Der Betrag beinhaltet nicht nur einen bereits viermal in einer Baumschule verpflanzten Baum mit einem Stammumfang von ca. 20 cm, sondern ein Jahr Fertigstellungs- und zwei Jahre Entwicklungspflege. Im Rahmen dieser Pflege werden die Bäume mindestens zehnmal im Jahr gewässert, um ein optimales Wachstum zu fördern.
Das Projekt startete erfolgreich mit einer Pflanzung von sieben Bäumen im ersten Jahr. Seitdem haben sich bereits mehr als 220 Spender, darunter viele Privatpersonen, aber auch Vereine und Firmen, mit einer oder mehreren Spenden beteiligt. Manche nutzen die Spende als Geburtstagsgeschenk, andere wiederum um ihren Beitrag für ein grünes Gotha zu leisten. So ist in den letzten fünf Jahren der stattliche Spendenbetrag von 83.455 € zusammengekommen und es konnten bisher 62 Bäume gepflanzt werden. Seit Beginn des Spendenprogrammes gehen regelmäßig Spenden für Bäume ein, sodass im April dieses Jahres, durch die Hilfe vieler Gothaerinnen und Gothaer, aber auch vieler Firmen und Vereinen, fünf weitere Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden können.
Der Auftakt der Pflanzung hat im Rahmen eines gemeinsamen Pressetermins mit den Spenderinnen und Spendern und Oberbürgermeister Knut Kreuch Anfang April in der Enckestraße stattgefunden. Neben zwei Robinien in der Enckestraße wird in der Oststraße ein säulenförmiger Spitzahorn gepflanzt. In der Waltershäuser Straße erhält ein Kugelahorn seinen Standort, während in der Sonneborner Straße eine Schwedische Mehlbeere das Stadtbild bereichern wird.
Die Stadt Gotha bedankt sich ausdrücklich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihr Engagement und ihren wertvollen Beitrag zur ökologischen Aufwertung und nachhaltigen Entwicklung des Stadtgebietes.
„Baum des Jahres 2026“ für den Bürgerpark: Oberbürgermeister spendet und pflanzt eine Zitterpappel
Anfang April hat Oberbürgermeister Knut Kreuch eine persönlich gespendete Zitterpappel, den „Baum des Jahres 2026“, im Bürgerpark an der Rudloffstraße gepflanzt.
Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe genannt, wurde durch die Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum „Baum des Jahres 2026“ gekürt. „Die Zitterpappel ist eine wahre Anpassungskünstlerin und Allrounderin unter unseren heimischen Baumarten. Sie verbessert den Boden, schenkt unzähligen Tieren Lebensraum und ist eine unverzichtbare Helferin bei der Wiederbewaldung. Wie kaum ein anderer Baum steht sie für Vielfalt, Lebenskraft und Erneuerung – und ist damit ein großartiger Baum des Jahres,“ sagt Silvia Breher, Schirmherrin des Baum des Jahres 2026.
Die Zitterpappel ist in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und sogar im nördlichen Afrika heimisch. Sie wächst auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden und kommt vom Tiefland bis in Höhen von 2.000 Metern vor. Besonders häufig begegnet man ihr an Waldrändern, auf Kahlschlägen, in lichten Wäldern oder als Solitär in offenen Landschaften. Dank ihrer Fähigkeit, sich über Wurzelausläufer zu vermehren, kann sie rasch neue Bestände bilden. Die Zitterpappel gehört zu den auffälligen heimischen Laubbäumen, denn schon ein leichter Wind bringt ihre Blätter zum Flirren. Doch nicht nur ihre Erscheinung macht sie besonders, sie ist auch für viele Tiere und Pflanzen von großer Bedeutung. Als Pionierbaum besiedelt sie schnell offene Flächen, regeneriert geschädigte Wälder und bietet zahlreichen Arten einen Lebensraum. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter als Futterquelle, Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz, und viele Singvögel finden hier Nahrung.
Oberbürgermeister Knut Kreuch stiftete alle „Bäume des Jahres“ seit seinem Amtsantritt im Jahre 2006 und hat mit der Gestaltung dieses Bürgerparks ein Gothaer Umweltprojekt besonderer Art angestoßen. Im Bürgerpark stehen bereits eine Schwarzpappel (2006), eine Waldkiefer (2007), eine Walnuss (2008), ein Bergahorn (2009), eine Vogelkirsche (2010), eine Elsbeere (2011), eine Lärche (2012), ein Wildapfel (2013), eine Traubeneiche (2014), ein Feldahorn (2015) eine Winterlinde (2016), eine Fichte (2017), eine Esskastanie (2018), eine Flatter-Ulme (2019), eine Robinie (2020), eine Stechpalme (2021) eine Rotbuche (2022), eine Moor-Birke (2023), die Mehlbeere (2024), die Amerikanische Roteiche (2025) und die Zitterpappel (2026)
Stadt Gotha pflanzt 35 neue Bäume
Die Stadt Gotha setzt ein weiteres Zeichen für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Aufwertung öffentlicher Grünflächen. Ab April beginnt die Pflanzung neuer Bäume an verschiedenen Straßen und Plätzen im Stadtgebiet, auf dem Hauptfriedhof und dem Ortsteilfriedhof in Uelleben. Mit dieser Maßnahme werden in unser Stadtklima rund 73.000 Euro investiert. Die Pflanzungen erfolgen unter Berücksichtigung standortgerechter Baumarten auf der Grundlage der Empfehlungen des Stadtbaumkonzeptes, um eine langfristige Entwicklung der Bestände sicherzustellen.
Die fachgerechte Umsetzung der 35 Pflanzungen übernimmt der Landschaftsbaubetrieb Montag aus Erfurt.





















