Ab 1. September: Das ist Gothas neuer Tierpark-Leiter

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Angelika Wimmer und Patrick Prüß

Es dauerte keine halbe Stunde, und dann war schon wieder Schluss. Am 25. August wurde der neue Leiter des Gothaer Tierparks vorgestellt.

Ab dem 1. September wird der gebürtige Kölner Patrick Prüß die Geschicke der Einrichtung lenken.
Der studierte Zoologe leitet derzeit noch den Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna.

Verlassen wird Fachtierärztin Angelika Wimmer den Tierpark. Nach über zweieinhalb Jahren ist für sie Schluss. Der Abschied war nicht ohne Emotionen: „Jetzt bin ich richtig gerührt“, sagte die „Noch-Leiterin“ bei der Vorstellung ihres Nachfolgers. Für das eigene Wirken erhielt die scheidende Chefin Log und Geschenke.

Ihr Nachfolger – namentlich Patrick Prüß – freut sich indes auf die neue Herausforderung: „Ich möchte meine Ideen einbringen. Im Gothaer Tierpark habe ich mehr Gestaltungsspielraum und kann an neuen Konzepten arbeiten.“
Neben der artgerechten Haltung der Tiere ist für den 34-Jährigen die Bildung eine der wichtigsten Aufgaben eines Tierparks. „Erst dadurch bekommt doch ein Tierpark seine Daseinsberechtigung“, so Prüß.
Auch deshalb blickt er mit viel Freude auf die bereits geleistete Vorarbeit von Angelika Wimmer. Ein optisch ansprechender Tierpark sei ein einladender Tierpark, scherzte Prüß augenzwinkernd.

Dass Bildung eine zentrale Rolle für den „Bald-Leiter“ einnimmt, hat simple Gründe. Viele Kinder und Jugendliche verlieren zunehmend den Bezug zur Natur und zur Tierwelt. Hier sei es wichtig anzusetzen, meinte Prüß, um beispielsweise Tier- und Artenschutz sowie Naturschutz als Themen zu betonen. „Ich orientiere mich an einem einfachen Spruch: Man schützt nur das, was man kennt“, erklärte der Zoologe.
Aber hier soll noch nicht Schluss sein. Auch Erwachsene sind von diesen Plänen nicht ausgenommen.

Patrick Prüß möchte deshalb in Zukunft auf einen stärkeren Kontakt der Besucher zu den Tieren setzen. „Begehbare Anlagen und interaktive Angebote schweben mir da vor“, sagte der 34-Jährige nachdenklich.

Etwas mehr als drei Stunden wird der neue Tierparkleiter von seiner Geburtsstätte Köln bis in die neue berufliche Heimat benötigen. Warum er seine berufliche Zukunft nicht im heimischen Köln sieht, begründete Prüß so: Er kenne zwar noch aus seiner Kindheit jeden Winkel der Einrichtung, aber: „Der Zoo wurde erst kürzlich von Grund auf neu gestaltet. Da gibt es für mich nicht mehr so viel zu tun. Außerdem sind dann Umbauten wohl weniger gern gesehen” Im Zuge dessen betonte er erneut die Möglichkeiten, die ihm der Gothaer Tierpark nun bietet.

Zu Angelika Wimmer hat der 34-Jährige offenbar ein gutes Verhältnis. Ob beim telefonischen Austausch oder beim ersten persönlichen Gespräch am 25. August – die beiden Experten scheinen sich auf Anhieb gut zu verstehen.
„Frau Wimmer leistete gute Arbeit. Genau darauf möchte ich aufbauen”, so Patrick Prüß wörtlich. Angelika Wimmer wünschte ihrerseits „viel Erfolg“ und: „Einige Herausforderungen gilt es zu bewältigen. Aber hier übernimmt ein junger, energiegeladener Kollege, der für den Tierpark viel Gutes bewirken kann.“

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 8 (2026)

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