
Mit der Ausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ konzentriert sich die Friedenstein Stiftung Gotha auf das wohl prägendste Jahr im Leben des berühmten niederländischen Meisters Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669). Dies meldete die die Friedenstein Stiftung.
Vom 5. September bis zum 6. Dezember 2026 können Besucher:innen im Herzoglichen Museum Gotha diese Veränderungen im Werk des niederländischen Meisters nachvollziehen. Die Zeit um 1632 ist für Rembrandt sowohl stilistisch als auch biographisch durch Umbrüche geprägt. „Mit seinem Umzug nach Amsterdam hat sich viel geändert“, erklärte Dr. Timo Trümper, Kurator der Ausstellung.
Die Ausstellung stellt zentrale Werke dieses Jahres in ihren künstlerischen und historischen Kontext: Varianten, Kopien und Werkstattarbeiten werden im direkten Vergleich gezeigt, um stilistische Entwicklungen und Produktionsweisen sichtbar zu machen. „Das ist etwas Besonderes. Damit präsentieren wir das Herzogliche Museum wieder auf höchster nationaler Ebene“, so Dr. Tobias Pfeifer-Helke, Direktor der Friedenstein Stiftung.
Die Schau zeigt, wie Rembrandt 1632 mit unterschiedlichen Gattungen der Malerei experimentiert und nach passenden Ausdrucksformen sucht – und macht somit seine bemerkenswerte stilistische Bandbreite sichtbar. Kunsttechnologische Analysen eröffnen neue Einblicke und laden zur vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung ein. Hier wird die Ausstellung interaktiv: „Wir stellen viele Fragen und geben wenig Antworten. Das liegt am aktuellen Stand der Forschung. Welche Bilder sind Originale, welche Kopien? Welche Bilder gehören zu einer Sammlung und welche Personen werden auf ihnen porträtiert? Wir laden die Besucher ein mitzuraten und den Künstler und sein Schaffen immer aus einer individuellen Perspektive kennenzulernen“, sagte Timo Trümper.
Insgesamt sind 97 Objekte zu sehen: darunter 45 Leihgaben aus sieben Ländern sowie 52 Objekte aus der eigenen Sammlung. Die Ausstellung wird durch zahlreiche Förderer ermöglicht (siehe Factsheet). Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein und des Thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt. „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ ist in Kooperation mit Hessen Kassel Heritage entstanden, wo sie zuvor in Schloss Wilhelmshöhe zu sehen war.
Für Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch ist klar: „Die Ausstellung sollte jeder gesehen haben. Wer es nicht schafft, verpasst es, einen wichtigen Teil der Gothaer Geschichte kennenzulernen.“



















