Am 11. & 12. September 2026 steht das Leben der Frau des 17. Jahrhunderts im Mittelpunkt des großen Volksschauspiels.
von W. Herz
Bach-Stammort Wechmar: In einer Weltpremiere kommt im September ein neues Volksschauspiel zur Geschichte der Musikerfamilie Bach in Wechmar zur Aufführung. In den seit 2000 alle vier Jahre stattfindenden „Veit-Bach-Festspielen Wechmar“ werden in verschiedenen Episoden die Persönlichkeiten der Bachfamilie vorgestellt, die in Wechmar lebten und dem Dorf den schönen Namen „Urväterheimat der Musikerfamilie Bach“ gaben. Dass es nicht nur Männer waren, sondern dass Frauen die größten Leistungen in der Geschichte vollbrachten, das stellen die Wechmarer in diesem Jahr klar. Denn am 11. & 12.September 2026, jeweils um 19.30 Uhr werden in der Sankt Viti Kirche die Zuschauer ins Jahr 1626 entführt, als die Dörfer des Gothaer Landes stark unter den Folgen des 30-jährigen Krieges litten. Der Spielmann Hans Bach zieht durch die Welt, musiziert zwischen Gotha und Coburg in Städten und Dörfern, während seine Frau Anna das Leben im Dorf meistert, wo ein Feuer ausbricht, fremde Soldaten kommen, eine Kirmes vorbereitet werden soll und ein Bäcker mit dem Tod ringt.
In der Titelrolle ist die 28-jährige Natalie Schüller (Foto: Igel) zu erleben, die schon mit zwei Jahren in dem Stück „Veit Bach“ an der Seite ihrer Mutter Bärbel Kreuch auf der Bühne stand. Seit damals gestaltete sie jedes der mittlerweile sieben Stücke mit und schlüpft in diesem Jahr erstmals in eine Hauptrolle.
Als resolute Anna Bach, die Mutter von drei aufmüpfigen Söhnen, weiß sie sich durchzusetzen, schlägt den Soldaten ein Schnippchen und trällert dabei immer wieder ein schönes Lied, was extra für sie komponiert wurde.
Neben ihrer Hauptrolle choreografierte Natalie auch zwei Tänze für die Tanzgruppe und erstellte für alle Sängerinnen und Sänger die Arrangements für die
Tonproduktion.
Karten sind jeden Freitag von 17–19 Uhr im Landhaus Studnitz oder online erhältlich.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 8 (2026)



















