Wetter sorgt für Schäden

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Vom 29.06. – 01.07.2012 fanden die 65. Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern auf dem Bleichloch Stausee in Bad Lobenstein/Thüringen statt.

Unter der Schirmherrschaft des Rektors der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke, organisierten der Hochschulsport der Uni Jena und der Ruderverein Bad Lobenstein eine aus vielen Gründen unvergessliche DHM. Mit 500 angemeldeten Hochschulruderern gab es eine neue Rekordteilnehmerzahl.

Von Freitag bis Sonntag konnten 24 Rennen ohne Zwischenfälle über die 1000 m Strecke durchgeführt werden. Mit 25 Meldungen für den Anfänger-Männer-Gig-Vierer wurde eine neue Rekordteilnehmerzahl für ein Rennen aufgestellt.

Im fortgeschrittenen, sportlich ambitionierten Bereich kämpften 43 Hochschulen um eine gute Platzierung. Insbesondere die TU Dresden ließ, auch aufgrund der Nähe, eine große Gruppe anreisen, welche die Ambitionen auf den Sieg der Gesamtwertung erkennen ließ.

Den Auftaktsieg im Rennen W4- machte die Wettkampfgemeinschaft (WG) Bremen. Für die Stadt an der Weser sollten noch zwei weitere Goldmedaillen folgen. Unter anderem für den M4x, der sich in einem 15 Boote-Feld auf einem hohen sportlichen Niveau durchgesetzt hat und sich jetzt schon zum dritten Mal in Folge die Qualifikation zu den Europäischen Hochschulmeisterschaften sicherte.

Mit steigenden Temperaturen und vielen spannenden Rennen, gab es am Samstagabend das Finale (6 Meldungen) des Achters der Hochschulen. Viele Hochschulen aus dieser Bootsklasse, wie z.B. Hamburg, Karlsruhe oder Hannover haben schon einmal den Titel in den letzten Jahren geholt. Zum Schluss lag aber nur eine Mannschaft eine Länge voraus. Die WG Aachen holte nach 2011 erneut den 1. Platz und somit die Nominierung für die EUC 2013 in Poznan/PL.

Am Abend wurde dann die Siegerehrungen des ersten Tages zelebriert. Untermalt von Musik und hervorragender Stimmung wurden die Sieger des Tages geehrt und durften zeitgleich die Fotos des eigenen Wettkampfs bestaunen, welche auf einer bereitstehenden Leinwand eingeblendet wurden.

Im Anschluss an die Siegerehrung startete dann das gemütliche Beisammensein im großen Zelt an der Regattastrecke. Als die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht hatte stoppte ein plötzliches Unwetter die Feier abrupt. Noch ahnte niemand, dass das Unwetter mit seinem Gewitter und einer starken Windhose direkt über das Regattagelände zog.

Als die Veranstalter dann langsam die Feier beendeten wurde den Beteiligten langsam das Ausmaß der Schäden bewusst. Bäume waren umgeknickt und auf Boote gestürzt, ganze Boote vom Sturm durch die Luft gewirbelt und auf andere geschleudert. Die Boote stürzten durcheinander und es entstanden große Schäden an vielen Booten.

Auch der Zeltplatz wurde in Mittleidenschaft gezogen, viele der Zelte stürzten zusammen oder wurden vom Sturm davongetragen.  Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

So startet der Sonntag mit gedämpfter Laune und der Schadensaufnahme an den Booten. In einer schnell einberufenen Obleute Versammlung wurde beschlossen, dass der Regattastart um eine halbe Stunde nach hinten verlegt wird und sich die Unis untereinander verständigen und mit Booten aushelfen.

Die Solidarität unter den Unis war so groß, dass es für die Regatta kaum Abmeldungen gab. So wurde sogar die Verspätung durch die engagierte Wettkampfleitung wieder aufgeholt, ab Mittag war man im Zeitplan. Und es gab, bei nunmehr wechselhaftem Wetter, noch einige spannende Rennen zu beobachten. Im Frauenachter triumphierte die WG Hamburg vor der WG Bremen, den dritten Platz belegte die Uni Hannover.

Den Abschluss des Wochenendes machte das Rennen der Herrenachter, in dem die RWT Aachen den Sieg vom Vortag wiederholen konnte vor der Uni Hamburg. In diesem konnten Renngemeinschaften gebildet werden, so dass der dritte Platz der TU Dresden hervorzuheben ist, da diese als reiner TU-Achter an den Start ging.

Im Männereiner der Herren belegte Conrad Guhl von der Uni Jena einen hervorragenden fünften Platz und schrammte hier nur um knapp eine Sekunde am Treppchen vorbei, nachdem er sich in Vor- und Zwischenlau souverän für den Finallauf qualifiziert hatte. Den ersten Platz sicherte sich Max Röger von der WG Magdeburg.

In der Gesamtwertung, dem Uni Cup, der Meisterschaftsrennen siegte die WG Hamburg knapp vor der TU Dresden, auf dem dritten Platz folgt die WG Bremen. Bei den Ausbildungsrennen, bei der Anfängerboote aus den Hochschulsportkursen starten, gewann die WG Münster mit großem Vorsprung den Uni Pokal. Auf Platz zwei folgte die WG Hamburg vor der Uni Marburg. Alle weiteren Platzierungen sind in den Ergebnislisten zu finden.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Veranstaltung hervorragend organisiert war und den Teilnehmenden viel Spaß bereitete. Eine Wiederholung scheint nicht ausgeschlossen. Der Dank gilt vor allem dem Regattateam in Bad Lobenstein, der hervorragenden Wettkampfleitung und den versammelten Helfern, die so eine DHM erst ermöglichen.

Bleibt noch allen vom Sturm betroffenen Universitäten zu wünschen, dass die Schäden an den Booten beseitigt werden können und sich die Kosten hierfür im Rahmen halten.

Holger Ludewig

Fliesenstudio Arnold