300 Jahre Münzkabinett

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Im Jahre 1712 erwarb Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg die weithin bekannte und mehr als 18.800 Objekte umfassende Münzsammlung des Fürsten Anton Günther II. von Schwarzburg-Arnstadt für 100.000 Taler. Mit diesem Ankauf hatte die Gothaer Münzsammlung, die heute an die 150.000 Münzen, Medaillen und numismatische Objekte umfasst, ein europäisches Niveau erlangt.

Teil des Arnstädter Ankaufs waren etwa 1.500 spätmittelalterliche und neuzeitliche Goldmünzen und -medaillen, darunter Raritäten von unschätzbarem Wert. Der münz- und medaillenbegeisterte Friedrich löste die „Numismatica“ nun aus dem Kontext der Kunstkammer und richtete ein eigenes Münzkabinett im Ostflügel des Schlosses ein (heute Forschungsbibliothek Gotha). Dieses historische Kabinett kann im Rahmen einer Führung am Donnerstag, 6. Dezember 2012, 19 Uhr und Mittwoch, 12. Dezember 2012, 15 Uhr besichtigt werden.

Die aktuelle Sonderausstellung findet zum 300. Jubiläum der Einrichtung des Friedensteinischen Münzkabinetts und aus Anlass des spektakulären Rückkaufs der schönsten Stücke aus Coburg im letzten Jahr statt. Sie gewährt Einblicke in das Ankaufsjahr 1712 und lässt durch eine Vielzahl von prächtigen Goldobjekten den Glanz einer großen und bedeutenden Barocksammlung aufscheinen.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der die Geschichte des Münzkabinetts und die Schicksale der umfangreichen Sammlung lebendig und mit zahlreichen Illustrationen erzählt. Der Band ist zum Preis von 19.80 € auf Schloss Friedenstein und im gut sortierten Buchhandel erhältlich.