Mission: Rasta rasieren

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Bereits einen Tag vor dem Schlagabtausch in Lobeda-West reist der Tabellenführer Rasta Vechta nach Thüringen. Ein deutliches Zeichen, wie ernst die Niedersachsen das Spiel in Jena nehmen, obwohl man nach einer enorm eindrucksvollen Hinrunde in Kombination mit den Ergebnissen der Vorwochen die Playoff-Qualifikation rechnerisch längst in der Tasche hat. Punktgleich vor dem BBL-Absteiger aus Göttingen liegend, ziert das Team des erstligaerfahrenen Trainers Pat Elzie derzeit die Tabellenspitze der ProA.

Während sich die am Samstag um 19.00 Uhr startende Rastafari-Premiere an der Saale für die Fans beider Clubs zu einer optisch recht ansprechenden Begegnung entwickeln dürfte, wird sich das Eichler-Team vor allem in der Verteidigung warm anziehen müssen. Stolze 91,5 Punkte erzielt Vechta im Schnitt pro Partie, stellt vor Science City Jena (2.Platz, 87,4 Pkt.) liegend, den offensivstärksten Kader der ProA. Nicht zuletzt deshalb appelliert Jenas Trainer Georg Eichler an seine Jungs, zunächst die Angriffswellen der Gäste zu stoppen, den Kontrahenten ins Set Play zu zwingen, um nicht von Anfang an das Tempo des Gegners mitgehen zu müssen. „Wir können uns nicht darauf verlassen mehr Punkte zu erzielen, sondern müssen in erster Linie einen offensivstarken Gegner kontrollieren. Im Kader des Tabellenführers kann man kaum einen Spieler frei stehen lassen ohne das es einschlägt. Vechta ist qualitativ sehr gut und sehr tief aufgestellt, hat neben Richard Williams, dem effektivsten Akteur der gesamten Liga, noch etliche weitere Waffen, die es von meinem Team zu entschärfen gilt“, sagt Eichler vor der Jenaer „Mission: Rasta rasieren“.

Auch Kapitän Christoph Roquette sieht mit den Gästen aus dem Oldenburger Münsterland einen unangenehm dicken Brocken auf sich und sein Team zusteuern. „Natürlich wird dieses Spiel kein Spaziergang. Wir haben allerdings schon im Hinspiel bewiesen, dass wir sie schlagen können. Nach zuletzt drei Siegen in Folge dürfen wir durchaus mit breiter Brust ins Spiel gehen, wollen, zumal wir in eigener Halle spielen, den nächsten Erfolg einfahren. Unser Team braucht im engen Rennen um die Playoffs jeden Sieg. Insofern können wir es uns nicht leisten Geschenke zu verteilen“. In der Vorrunde gewann Science City nach einem Hitchcock-Finale mit 99:98 im Rasta-Dome, beendete am 17.November 2012 die fünf Spiele anhaltende Siegesserie des Überraschungs-Aufsteigers. Auch wenn sich Science City in dieser Partie über mangelndes Glück nicht zu beschweren brauchte, der letzte Wurf der Gastgeber parallel zur Schlusssirene auf Jenas Ringkante landete, darf das Eichler-Team mit einer gesunden Portion Optimismus ins Rückspiel starten. Nach den Siegen gegen Kirchheim, in Gotha und Essen befindet sich Science City auf dem richtigen Weg, hat gegen Vechta die Chance den nächsten Schritt zu machen. „Von Spiel zu Spiel“, würde Eichler wohl sagen.

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