Im Nachgang zur Veröffentlichung des aktuellen Rechnungshofberichts fand gestern ein Gespräch mit dem Präsidenten der Rudolstädter Behörde, Herrn. Dr. Sebastian Dette stand. Darüber informiert Matthias Hey, Gothaer Abgeordneter des Thüringer Landtages.
Der SPD-landtagsabgeordnete hatte dringend um diese Unterredung gebeten, weil im Jahresbericht des Rechnungshofes die baldige Schließung der Verwaltungsfachhochschule am Bildungszentrum Gotha sowie eine Verlagerung nach Nordhausen gefordert werden.
„Ich habe dem Präsidenten geschildert, dass es schon einmal in der jüngeren Geschichte die Verlagerung zweier Fachschulen nach Nordhausen gab und wir Gothaer deshalb sehr empfindlich bei derartigen Empfehlungen sind“, berichtet Hey vom gestrigen Treffen. Er habe zudem detaillierte Grundlagen zu einigen Zahlen im Rechnungshofbericht erfragt, so etwa die Feststellung im Prüfbericht, dass ein Ausbildungsplatz in Gotha vierzehnmal teurer als in Nordhausen sei.
„Es war ein wirklich sehr offenes und sachliches Gespräch, und ich bin dem Präsidenten dankbar, dass er sich sehr lange Zeit für mich und die Gothaer Belange genommen hat“, so Hey, der in dem mehr als einstündigen Gespräch noch einmal klar stellte, dass der Bildungsstandort Gotha nicht allein aus rechnerischen Erwägungen in Frage gestellt werden darf.
„Interessant sind ja die Ausführungen am Ende der Prüffeststellungen, in denen der Rechnungshof für die Bündelung von Aus- und Fortbildungseinrichtungen Thüringens in Gotha plädiert,“ erläutert Hey diese Berichtspassage, „das passt ja nicht unbedingt zusammen, wenn zuvor die Schließung der Fachhochschule gefordert wird.“
Er habe deshalb den Präsidenten ermutigt, bei dieser Grundhaltung zur Stärkung Gothas zu bleiben und dafür auch gleich Ideen geliefert: „Dann muss der Rechnungshof auch prüfen, ob nicht gespart werden kann, wenn die Thüringer Verwaltungsschule Weimar nach Gotha verlagert wird“, ist sich der Landtagsabgeordnete sicher.
Der Präsident Dr. Dette sicherte dem Gothaer zu, auch in dieser Hinsicht im Dialog zu bleiben und die gewünschten Informationen nachzuliefern, „ich werde da nicht müde und in den nächsten Wochen dieses Angebot gerne aufgreifen“, versichert Hey, der sich auch weiterhin für den Verbleib der Verwaltungsfachhochschule stark machen will. „Es deutet viel darauf hin, dass in naher Zukunft wichtige Entscheidungen für Gotha gefasst werden sollen, und ich habe das Gefühl: da ist derzeit viel Bewegung drin“, schildert Hey die Situation aus den Gremien der Landesregierung.




















