Landhaus Studnitz in Wechmar: Zum Jubiläum „1225 Jahre Günthersleben-Wechmar“ bietet der Wechmarer Heimatverein einen besonderen Höhepunkt. Vereinsvorsitzender Knut Kreuch hat vierzig Bilder des legendären Festumzuges zur 1200 Jahrfeier 1986 in Wechmar zusammengestellt.
Bereits zum Laubmännchenfest tummelten sich hunderte Besucher vor den großformatigen Bildern, meist um ihre eigene Entwicklung zu beobachten, um, sich an Freunde zu erinnern oder einfach nur um ihre erlebte Heimatgeschichte noch einmal mit eigenen Augen lebendig werden zu lassen.
„Mit einem solchen Zuspruch haben wir nicht gerechnet“ resümiert Wolfgang Herz, der 2.Vorsitzende des Vereins, der es kaum schaffte, sich am Freitag durch die Ausstellung zu kämpfen.
Der Festumzug des Jahres 1986 war der erste große historische Festzug in der Geschichte der Ortschaft Wechmar. Zwar erinnerten sich die Turner gerne an ihre Jubiläen 1956 und 1966, auch die Feuerwehrleute erlebten unter Federführung von Heinz Armstroff 1977 ein unvergessliches Jubiläumsfest „120 Jahre Feuerwehr Wechmar“, doch der Festumzug des Jahres 1986 sollte alles bisher Erlebte übertreffen.
Da machten Leute Karriere, denn Siegfried Lütz der Mitbegründer des Wechmarer Carneval Vereins wurde im Herbst neuer Präsident des Vereins den er 2011 genau 25 Jahre führt, Klaus Schütz als Beschützer des Kurfürsten im Festumzug zu sehen, wird im September neuer Bürgermeister von Wechmar. Auch Wolfgang Herz, der Mitbegründer des Wechmarer Heimatvereins, wurde nach dem Pagen des Bischofs, bald darauf Vorstandsmitglied seines Vereins, obwohl erst 16 Jahre jung.
Schön, dass viele sich wieder erkennen und manche haben sich kaum verändert, so Wolfgang Krause als Veit Bach, Alfred Anschütz als Heimbürge, Zahnärztin Rosa Heinicke und Ehemann Olaf als Ehepaar Bach, Klaus Wiegand als Bischof Lullus, Bürgermeister Frank Ritter als Mitglied der Wechmarer Trachtengruppe.
Mit den Bildern werden aber auch Erinnerungen wach an Menschen, die 25 Jahre später nicht mehr dabei sein können, wie Bürgermeister Günther Gäbler und seine Ratsmitglieder Volker Gießen oder Günter Helbig. Man erinnert sich an den Zimmermann Werner Krause, den Versicherungsvertreter Eberhard Anschütz als Kuhhirten, Egon Elflein war jener Kurfürst Friedrich von Sachsen, der das Dorf verwüsten ließ.
Vor 25 Jahren gab es eine Person, die den Festumzug prägte, wie kein Zweiter – Werner Herold. Die Ausstellung erinnert deshalb besonders an den damals 82jährigen, der mit seinem schwarzen Wallach „Domschatz“ Kaiser Karl den Großen darstellt und die historische Person in einmaliger Form verkörperte.
Die Ausstellung ist von Montag bis Donnerstag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr oder nach Anmeldung im Bach-Stammhaus Wechmar Tel. 036256 – 22 680 zu besichtigen.
Publiziert am: 15.06.2011; 09:10






















