Entscheidung zum Bildungszentrums Gotha steht kurz bevor

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Wie bereits angekündigt befasste sich der Thüringer Landtag im Rahmen einer Aktuellen Stunde am gestrigen späten Nachmittagmit der Frage zur Zukunft der Aus- und Fortbildung in der Landessteuerverwaltung am Standort Gotha. Matthias Hey, Gothaer Abgeordneter des Landtags, forderte dabei seitens der Landesregierung ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Ausbildung am Bildungszentrum in der Bahnhofstraße, „was man den Bediensteten dieser Einrichtung schuldig ist, ist ein klares Ja oder Nein, und kein entschiedenes Vielleicht“, so Hey nachdrücklich zum Thüringer Finanzminister.

Der Abgeordnete verwies zudem darauf, dass seit Ende Januar und damit einem dreiviertel Jahr die Einschätzungen einer Expertenkommission in einem seitens der Ministerpräsidentin Lieberknecht in Auftrag gegebenen Gutachten für große Verunsicherung im Bildungszentrum Gotha sorgen. In diesem Gutachten wird empfohlen, das Bildungszentrum komplett zu schließen und die Aus- und Fortbildung der Steuer- und Finanzverwaltung ins hessische Rotenburg a.d. Fulda zu verlagern.

Thüringens Finanzminister Dr. Wolfgang Voß nahm in der Landtagssitzung daraufhin Stellung, verwies aber auf die noch ausstehenden Entscheidungen der Regierungskommission, die die Empfehlungen des Gutachtens derzeit auswertet. „Allerdings hat er ein wichtiges Zeitfenster genannt, denn das Ganze soll bis Ende Oktober erfolgen“, informiert Matthias Hey, „eine Entscheidung zum Standort der Steuerausbildung steht damit unmittelbar bevor.“

Trotz des noch immer fehlenden klaren Bekenntnisses zum Fortbestand der Steuerausbildung sei er nicht gänzlich unzufrieden mit dem Ausgang der Plenardebatte, so der Gothaer Abgeordnete, „in seiner Rede betonte der Finanzminister mehrfach die ausgesprochen gute Qualität der Ausbildung in Gotha – und das ist ja schon mal was!“, meint Hey, der wiederholt mit Nachdruck am Rednerpult für den Erhalt und die Stärkung des Bildungszentrums warb.