Nach rund 15 Monaten Bauzeit ist am Montag Richtfest am Neubau des Elefantenhauses im Zoopark Erfurt gefeiert worden. Der 8 Millionen teure Neubau soll im Frühjahr 2014 fertig sein. Parallel zum Gebäude entsteht eine 15.000 Quadratmeter große Dornbuschsavanne, in der die Elefanten Auslauf haben werden.
Die neue Anlage soll nach Angaben des Zooparks den neuesten Standards gerecht werden. Dr. Thomas Kölpin, Zoodirektor des Erfurter Zooparks, erinnerte in seiner Rede an die Bedeutung der Anlage für die Zucht der Afrikanischen Elefanten. Diese gelten heute laut Weltnaturschutzunion durch die Zerstörung ihres Lebensraumes sowie durch Wilderei als gefährdet.
OB lobt Baufortschritt
Auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein zeigte sich vom Baufortschritt beeindruckt und wies in seinem Grußwort auf die „elefantenoptimierte“ Außenanlage mit Suhlen, Bademöglichkeiten, Felsen und künstlichen Schattenplätzen hin. „Ich bin sehr froh, dass wir mit dieser Anlage so gut vorankommen und dass wir als Zoo der großen Tiere hier nicht nur eine Attraktion für die Besucherinnen und Besucher schaffen, sondern auch eine Anlage bauen, auf der sich die sensiblen Dickhäuter wohl fühlen werden,“ sagte Bausewein.

Erst im Oktober hatte der Zoopark zwei ältere Elefantenkühe an einen Zoo in Frankreich abgegeben und dafür zwei jüngere Kühe im Alter von eine 10 und 12 Jahren erhalten. Nach Fertigstellung der Anlage soll ein Jungbulle nach Erfurt kommen und damit den Weg für die Zucht freimachen. In der Dornbuschsavanne hat die Herde dann die Möglichkeit, ihr arttypisches Verhalten in einer sozialen Gruppe an den Tag zu legen.
Viel Platz für die Herde
Auf der neuen Anlage können sieben erwachsene Tiere (ein Bulle, sechs Kühe) sowie deren Nachwuchs gehalten werden. Für einen heranwachsenden Jungbullen ist ebenfalls Platz vorgesehen. Für die Bullen sind zwei Boxen (50 bzw. 55 m²) und ein ca. 160 m² großer Laufstall vorgesehen. Die Kühe erhalten drei Boxen (45, 46 und 48 m²). Außerdem gibt es einen über 500 m² großen Laufstall mit 55 m² großem Badebecken. Eine Schleuse verbindet Kuhlaufstall, Bullenlaufstall mit dem Hauptzugang zum Außengehege. Theoretisch können damit alle Laufställe miteinander verbunden werden. Der Hauptausgang enthält einen Zwangsstand für medizinische Untersuchungen. Von je einer Kuh- und einer Bullenbox gibt es auch einen direkten Zugang zu den Außengehegen. Der Kuhlaufstall wird für die Besucher einsehbar gebaut. Im Bullenlaufstall wird ein Einblick mittels eines Fensters möglich sein.
Das insgesamt 15000 Quadratmeter große Gelände umfasst die bisherige Shire-Pferdekoppel sowie ein Waldstück östlich davon. Die Außenanlagen sind strukturiert und enthalten Suhlen, Bademöglichkeiten, Felsen und künstliche Schattenplätze.





















