FCC setzt Siegesserie in Meuselwitz fort

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Der FC Carl Zeiss Jena bleibt auch in Meuselwitz in der Erfolgsspur und entführt nach einem unter dem Strich nie gefährdeten 2:0 Sieg drei Punkte von der Meuselwitze Glaserkuppe.

ZFC-Trainer Holm Pinder warnte vor dem Spiel eindringlich vor der Jenaer Stärke bei Standardsituationen. Doch offenbar hatten seine Spieler nicht genau zugehört. Bereits nach etwa 45 Sekunden klingelte es nach einem Standard im Kasten der Gastgeber.

Einen gut getretenen Schlosser-Freistoß bugsierte Maxim Banaskiewicz im Erstvesuch an den Pfosten und konnte dann im Nachfassen den Abpraller ohne Mühe zum 1:0 für den FC Carl Zeiss Jena (1.) verwerten. Der zweite Eckball für den FCC brachte das 2:0. Tom Geißler führte von links den Eckball kurz auf Marcel Schlosser aus, der am linken Strafraumeck stehend mit links den Ball im langen Eck unterbrachte (10.).

Damit war den nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Meuselwitzern schon mit Beginn der Partie der Zahn gezogen. Jena tat nach der schnellen Zweitoreführung nicht mehr als nötig – abgesehen von einer guten Chance Tino Schmidts nach Vorarbeit von Maxim Banaskiewicz (42.) – was gegen verunsicherte Zipsendorfer dennoch reichte, um das 2:0 mühelos in die Halbzeitpause zu nehmen. Mit mehr Konsequenz jedoch wäre eine Vorentscheidung durchaus noch in der ersten Halbzeit möglich gewesen.

Die 1.296 Zuschauer, darunter gut 500 Zeiss-Fans, in der Meuselwitzer bluechip-Arena sahen in der zweiten Halbzeit eine engagiertere Meuselwitzer Mannschaft, die nun früher störte und mit mehr Risiko und auch Aggressivität zu Werke ging.

Die erste Chance jedoch hatte der FCC. Wieder war es Tino Schmidt, der nach einer Flanke Schlossers am zweiten Pfosten das 3:0 seines FCC auf dem Fuß hatte,. Doch der Schuss Schmidts ging knapp am Tor vorbei (53.). Kurz darauf die erste, nennenswerte Chance der Hausherrren. Manuel Starke kam aus etwa 14 Metern in zentraler Position zum Schuss, der jedoch um etwa einen Meter am Kasten Berbigs vorbei zischte (54.).

In der 66. Minute eine Doppelchance für den FCC. Erst setzte sich der zwischenzeitlich für Andis Shala ins Spiel gekommene Gramoz Kurtaj gegen drei Meuselwitzer durch und zwang ZFC-Keeper Teichmann zur Parade.

Im Anschluss versuchte es Schlosser ebenfalls mit links, doch Teichmann war wiederholt zur Stelle. Tino Schmidt, der mehrfach einen Treffer auf dem Fuß hatte, blieb auch in der 77. Spielminute ohne das nötige Fortune. Ausgangspunkt war Gramoz Kurtaj, der sich durchsetzte und Tom Geißler in Szene setzte. Der wiederum ließ zwei Gegenspieler stehen und flankte von links nach Innen. Tino Schmidt erlief den Ball am am zweiten Pfosten, konnte diesen zwar aus Nahdistanz – aber aus spitzem Winkel – nicht zum entscheidenden 3:0 im Tor unterbringen.

Für die endgültige Entscheidung sorgte hingegen Meuselwitz‘ Kotowski, der in der 85. Minute nach grobem Foulspiel gegen Sebastian Fries mit Rot vom Platz musste und seinen ZFC in Unterzahl zwang.

Am Ende blieb es, ohne dass Jena glänzte, bei einem verdienten und ungefährdeten 2:0 für den FC Carl Zeiss Jena, der zuverlässig seine Hausaufgaben erledigt, ohne dabei auf Musterschüler TSG Neustrelitz, die gegen Halberstadt den zwölften Sieg in Serie einfuhren, Boden gutmachen zu können.

Trainerstimmen

Andreas Zimmermann: „Als Trainer beruhigt es natürlich, wenn zwei so schnelle Treffer fallen. Dennoch haben uns die Tore nicht ganz die Sicherheit gegeben, wie man es hätte erwarten könnnen. Die Meuselwitzer haben sich dann in der zweiten Halbzeit in die Partie zurück gekämpft. Dafür haben wir spielerisch zugelegt, uns Chancen erarbeitet und hätten durchaus noch ein oder zwei Tore schießen können. Auch wenn wir insgesamt zu wenig Fußball gespielt haben. so war das 2:0 am Ende dennoch hochverdient.“

Holm Pinder: „Der Spielbeginn war natürlich mehr als ärgerlich für uns. Erst Recht, weil ich die gesamte Woche auf die Stärke Jenas bei Standards hingewiesen habe. So war das Spiel im Prinzip nach zehn Minuten entschieden. Uns fehlt aktuell auch das Selbstvertrauen, nach einem solchen Doppelschlag zurück ins Spiel zu finden, auch wenn wir dann in der zweiten Halbzeit mutiger und aktiver waren.“

Mannschaftsaufstellungen

Jena: Berbig (C) – Krstic, Gerlach, Grösch, Riemer – Schlosser (85. Fries), Peßolat, Geißler, T. Schmidt – Banaskiewicz (79. Zimmermann), Shala (63. Kurtaj)

Meuselwitz: Teichmann – Kotowski, F. Müller, Böhme – Ferl, D. Müller, Luck (69. Weiske) – Weinert (80. Jentzsch), Rudolph (59. Boltze), Albert – Starke

Torfolge: 0:1 Banaskiewicz (1.) 0:2 Schlosser (10.)

Zuschauer: 1.296

Besondere Ereignisse: Rote Karte für Kotowski (85. wegen groben Fouls)

Quelle: www.fc-carlzeiss-jena.de