Tagesdienst, aktueller Redakteur: Maik Schulz

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Heute um 18 Uhr geht es los. Und wie: 74 000 Zuschauer werden ins Berliner Olympiastadion kommen – zur Eröffnung der Frauenfußball-WM. Das ist schon historisch: Noch nie hat eine Partie zweier Frauen-Fußball-Teams auf europäischem Boden so viele Menschen angelockt.

Wer hätte das gedacht, als die deutschen Frauen 1989 in Osnabrück ihren ersten Titel gewannen und das berühmte Tafelservice als Prämie bekamen? Die Zeiten ändern sich: Diesmal gäbe es 60 000 Euro für den WM-Titel. Auch dies zeigt die rasante Entwicklung, die der Frauenfußball genommen hat. Eine Entwicklung, zu der auch Thüringen – in Form der Bundesligafrauen vom USV Jena – seinen Teil beigetragen hat.

Unsere Mannschaft – zuletzt zwei Mal Weltmeister in Folge – ist natürlich ein großer Favorit. Spielt es auch in den kommenden Wochen attraktiv und erfolgreich, wird die WM ganz sicher ein großer Erfolg.

Ob das Interesse an dieser Sportart über die WM hinausgeht und plötzlich die Massen zu den Liga-Spielen strömen? Eher unwahrscheinlich. 800 Zuschauer kamen im Schnitt in der letzten Saison zu Bundesliga-Spielen. Auch beim USV Jena war dies nicht anders.

Dennoch: Die Nationalmannschaft und ihre Spielerinnen aber können profitieren. Und damit eben doch auch die Liga-Teams. Aber alles in kleinen Schritten. Wie sagte die amtierende Trainerin Sylvia Neid gestern der „Süddeutschen Zeitung“ auf eine entsprechende Frage: Man könne „nicht erwarten, dass wir jetzt mit einer WM die Entwicklung von 20 oder 50 Jahren überspringen.“

Hoffen wir also auf einen guten Start nachher. Und wer sich nicht für Fußball interessiert, der findet auf dieser Internetseite auch andere News. Viel Spaß beim Lesen 🙂