Fußballerinnen in Bundesliga auf Platz 5!

0
1206
Fliesenstudio Arnold

Nach dem 2:0-Erfolg gegen den VfL Sindelfingen klettert der FF USV Jena in der Tabelle auf Rang fünf. Lisa Seiler und Ria Percival machten den Sieg perfekt.

Mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern präsentierte sich der FF USV Jena am Sonntag im 5. Heimspiel den 340 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld. Einer  starken ersten Hälfte, in der die Saalestädterinnen spielerisch viel wagten, technisch versiert auftraten und dafür oft mit Szenenapplaus von den Rängen belohnt wurden, folgte eine mäßige Fortsetzung nach der Pause.

Von Beginn an zeigten die Gastgeberinnen, dass für sie an diesem Tag lediglich ein Sieg zur Debatte stand. Daher agierten die FF-USV-Frauen äußerst konzentriert und setzten früh offensive Akzente. Gegen die tief stehenden Gäste blieb jedoch bei der Mehrzahl der Aktionen anfangs der Ball oft in der vielbeinigen Abwehr hängen.

Bis zur 19. Minute. Da schnappte sich Ria Percival das Leder und zog über die linke Seite davon. Als plötzlich die Gästekeeperin an der Strafraumecke auftauchte, passte die Neuseeländerin mit viel Übersicht den Ball in die Mitte. Lisa Seiler hatte bei ihrem ersten Saisontor in der Folge keine Mühe – 1:0. Weitere klare Chancen vergaben Carolin Schiewe per Freistoß, Amber Hearn aus Nahdistanz und erneut Seiler per Fernschuss. Einziges Manko der gefällig spielenden und engagierten Gastgebrinnen in Hälfte eins: die mangelnde Chancenverwertung.

Das ließ zwar für die 2. Halbzeit hoffen. Allerdings taten sich die Paradieskickerinnen sichtlich schwer, den Spielfaden wiederzufinden. Seinen Teil dazu trug nun auch der Gegner bei, der früher und aggressiver in die Zweikämpfe ging und so den Spielfluss entscheidend unterband. Bei Jena häuften sich die Abspielfehler.

Ein zweiter Treffer wäre zu diesem Zeitpunkt ein probates Mittel gegen die Unsicherheiten gewesen. Nur ließ dieser trotz eifrigem Bemühen auf sich warten. Susann Utes präsentierte nach einer Stunde in ihrem 100. Bundesligaspiel eine sehenswerte Einzelaktion und zog ab.

Wieder brachte Sindelfingens Keeperin den Fuß dazwischen und blieb ebenso in der Folge Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Erst parierte sie einen Flugkopfball von Hearn aus Nahdistanz, klärte auf der Linie, als Julia Arnold von halblinks draufhielt und fischte dann der einschussbereiten Percival das Leder am Fünfmetereck vom Fuß.

Glück hatten die Gastgeberinnen in der 84. Minute. Ein Missverständnis in der Hintermannschaft eröffnete dem Gegner die Möglichkeit zum Ausgleich. In letzter Sekunde klärte Abby Erceg die einzig brenzlige Situation, die Jena während des gesamten Spiels überstehen musste.

Mit der Einwechslung von Sara Löser kam in der Schlussviertelstunde nochmals neuer Schwung in die Partie. Jenas Nummer 8 sorgte über die Flügel für einige Unruhe, knüpfte damit nahtlos an das gelungene Offensivspiel ihrer Vorgängerin Seiler an. Mehrfach tankte sie sich bis zur Grundlinie durch und passte nach innen, ohne aber einen Abnehmer zu finden. Erst in der Nachspielzeit trug ihre gute Vorarbeit Früchte.

Über die ungewohnt linke Seite marschierte S.Löser beherzt durch  die Gästeabwehr. Ihr Zuspiel an den langen Pfosten netzte Ria Percival zum lang ersehnten 2:0 ein gegen eine vor allem in Hälfte zwei tapfer kämpfende Sindelfinger Elf.

Tore: 1:0 (19.) Lisa Seiler, 2:0 (90+1) Ria Percival

FF USV Jena: Michel – Beil, Schiewe, Brosius, Erceg, Arnold, Landeka (90. Müller), Seiler (76. Löser), Utes, Percival, Hearn (89. Lagaris)

Fliesenstudio Arnold