„So haben Sie doch Geduld!“

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„So haben Sie doch Geduld!“ – Herzog August und sein Kunstagent in London, Vortrag von Dr. Friedegund Freitag, wissenschaftliche Volontärin bei der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

Die Zufallsbekanntschaft zwischen Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg und dem jungen Gothaer Kaufmann Carl Joseph Meyer im Spätsommer 1817 stand am Beginn einer kurzen, turbulenten Geschäftsbeziehung, von der die Gothaer Kunstsammlungen bis heute profitieren. Als Meyer 1817 eine Praktikantenstelle in einem Londoner Import-, Exportgeschäft antrat, eröffnete sich dem ebenso kunstverständigen wie genussfreudigen Herzog mit einem Mal der Zugriff auf den Londoner Markt und damit auf Handelsgüter aus aller Welt.

Um das von ihm begründete Chinesische Kabinett, seine Porzellan- und Fächersammlung erweitern, beauftragte Herzog August seinen Kunstagenten, bei Privatsammlern, Händlern und Auktionshäusern exotische Kunstwerke von höchster Qualität zu erwerben. Trotz des großen Konkurrenzdrucks, ständiger Geldknappheit und der entfernungsbedingt höchst mühsamen Kommunikation mit seinem fürstlichen Auftraggeber gelang es Meyer nicht nur, herausragende Objekte für die Gothaer Sammlungen zu erwerben, sondern dem genussfreudigen Fürsten auch Luxusartikel aller Art zu verschaffen, was freilich die Finanzmisere des hochverschuldeten Herzogtums weiter verschärfte.

Vor dem Hintergrund des Londoner Kunstmarkts im frühen 19. Jahrhundert wirft der Vortrag ein Licht auf die Beziehung zwischen Herzog August und seinem Kunstagenten, geht an ausgewählten Beispielen der fürstlichen Erwerbungspolitik nach und zeigt deren Schwierigkeiten, Misserfolge und Erfolge auf.

Vortrag:  – Herzog August und sein Kunstagent in London
Donnerstag, 12. Dezember 2013, 19 Uhr, Eintritt frei
Herzogliches Museum Gotha

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