Was will ich später einmal studieren? Wie finde ich den passenden
Studienplatz? Und welche Studienangebote bieten eigentlich Berufsakademien und Fachhochschulen? Mit diesen und anderen Fragen zur Studienorientierung waren am vergangenen Wochenende 32 Stipendiatinnen und Stipendiaten der Roland Berger Stiftung
zu Gast in Jena.
„BA/FH-Konkret“ hieß die Veranstaltung in den Räumen der Ernst-Abbe-
Fachhochschule, bei der sich die Schülerinnen und Schüler über Studienmöglichkeiten an Berufsakademien und Fachhochschulen informierten.
Angereist waren die Jugendlichen nicht nur regional (zwei teilnehmende Stipendiatenleben in Jena), sondern aus den verschiedensten Regionen Deutschlands.
Neben Thüringer Vertretern aus Erfurt, Hildburghausen und Weimar waren unter anderem auch Stipendiaten aus Berlin, Dresden, Plauen, Leipzig, München und Hamburg zu Gast, um sich zu orientieren. Auf dem Programm standen u. a. Impulsvorträge von Prof. Burkhard Utecht, Direktor der Berufsakademien (BA) Gera und Eisenach, Petra Jauk, Leiterin der Studienberatung der Ernst-Abbe-Fachhochschule (EAH) Jena, und Dr. Elke Voß vom Studentenwerk Thüringen.
Besonderes Highlight des Seminars war die Öffnung der Fachbereiche der Fachhochschule. In drei Stunden Schnuppertour konnten die Stipendiaten in
fast allen Fachbereichen hautnah erfahren und erleben, was sie in den verschiedenen
Studienrichtungen/-fächern erwartet. Im „Speeddating“ ging es dann im konkreten
Einzelgespräch mit Professoren und Studenten der beiden Hochschularten BA und FH um ganz spezielle Fragen des Studentenlebens, bevor am Samstag Abend u.a. EAH-Rektorin Prof. Dr. Gabriele Beibst und BA-Direktor Prof. Dr. Burkhard Utecht in einer Podiumsdiskussion noch einmal Rede und Antwort zum alltäglichen Hochschulleben standen.
Ziel des Workshops war es, den Jugendlichen eine breite Möglichkeit an Studienmöglichkeiten aufzuzeigen und mit ihnen gemeinsam einen Plan für den eigenen Weg zu entwickeln. „Nicht selten verbinden unsere Stipendiaten den Begriff Studium nur mit der Universität, sind überfordert mit der Orientierung im Hochschuldschungel oder können sich gar nicht vorstellen, ein wissenschaftliches Studium zu beginnen,“ so Daniel Seiferheld, Regionaler Projektleiter der
Roland Berger Stiftung in Thüringen. „Besonders Regelschüler, die später ein Fachabitur anstreben, sind oft nur sehr wenig informiert, welche Chancen (aber auch Grenzen) sie erwarten und worauf sie bei ihrer weiteren Schulwahl achten müssen.
Hier mehr Licht ins Dunkel zu bringen war unser Ziel und ist Dank der Unterstützung von BA, EAH und Studentenwerk auch toll gelungen.“
Mit dem Deutschen Schülerstipendium fördert die Roland Berger Stiftung seit 2009
begabte Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien auf ihrem
Bildungsweg zum Schulabschluss. Jeder Stipendiat erhält einen individuellen Förderplan, der ihn gezielt nach seinen Begabungen und Bedürfnissen unterstützt und der zehn Lernbereiche abdeckt. Ehrenamtliche Mentoren begleiten die Stipendiaten als Vertrauensperson und Mittler zwischen Elternhaus, Schule und Stiftung.
Foto: Stipendiaten der Roland Berger Stiftung folgen den Ausführungen von Prof. Dr. Burkhard Fleck vom Fachbereich SciTec an der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena.





















