Zeit für eine erste Zwischenbilanz

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Nach einem Jahr Kinder- und Jugendparlament in Ohrdruf ist es Zeit für eine Zwischenbilanz.

Projektleiter Thomas Kratsch zieht eine durchgehend positive Bilanz: „Das KJP Ohrdruf ist in der bestehenden Form deutschlandweit eine Ausnahme. Es zeichnet sich besonders durch seine Form des Zustandekommens, wie auch seine Arbeit aus. Beides ist an die Entstehungs- und Arbeitsweise von Wahlparlamenten angelehnt.

Dadurch wird den Jugendlichen ein Einblick in die Arbeitsweise von Parteien und Parlamenten vermittelt, der sich durch eigenes Tun verfestigt. Wesentliches Kriterium ist die regelmäßige und kontinuierliche Arbeit des KJP. Die Jugendlichen setzen selbst Schwerpunkte ihrer Arbeit oder greifen Themen auf, die aktuell in der Stadt und der Kommunalpolitik diskutiert werden.

Das KJP arbeitet realitätsnah. Die Jugendlichen haben im Jahr 2013 Mittel für den Haushalt 2014 der Stadt Ohrdruf beantragt und durchgesetzt. So wird nun die Skateranlage in Ohrdruf um Schattenplätze und Grillgelegenheit erweitert und die Schulanfänger erhalten kostenlose Leseausweise für die Ohrdrufer Stadtbibliothek.

Inzwischen gibt es nach dem Modell des KJP Ohrdruf auch Anfragen aus anderen Städten und Regionen Deutschlands. Der Vorsitzende des KJP, Tobias Uhlworm, wurde vom MdB Tankred Schipanski zum einem mehrtägigen Demokratie-‚Planspiel‘ in den Bundestag eingeladen.“

Das Fazit von Kratsch: Rene Willing vom Jugendzentrum Netzwerk und Stadtrat Thomas Kratsch haben an das Projekt geglaubt und recht behalten.