Bis zum kommenden Schuljahr 2015/16 soll sie fertig sein, die neue Sporthalle der Gewerblich Technischen Berufsbildenden Schulen in Gotha-Ost. Vom Fortgang der Arbeiten verschaffte sich nun Landrat Konrad Gießmann einen Überblick vor Ort. Rund 3,5 Mio. Euro, davon 897.000 Euro Fördermittel des Freistaats Thüringen, wird die Zweifeldhalle kosten. Sie ist der insgesamt neunte Sporthallen¬neubau, den der Landkreis als Schulträger seit der Wende realisiert, wovon allein drei neue Sporthallen auf das Gebiet der Stadt Gotha entfallen.
Aktuell sind im Sozialtrakt die Rohinstallationen abgeschlossen und die Verputze an den Wänden fertig gestellt. Noch in dieser Woche beginnen die Vorbereitungen für das Einbringen des Gussasphalts und den Einbau der Fußbodenheizung. Im eigentlichen Hallenteil haben beauftragte Unternehmen inzwischen die Rohinstallationen für die Elektro- und Telekommunikation fertiggestellt; ab kommender Woche beginnen Handwerker mit den Vorarbeiten für den Einbau des Sportbodens und der Fußbodenheizung. Ist das geschafft, folgen die Unterkonstruktion für fest angebrachte Geräte und der Prallschutz für die Wände sowie der Tribünenbau.
Die werdende Halle erfüllt abermals alle Anforderungen an eine moderne Sportstätte. Das Gebäude ist komplett barrierefrei ausgelegt; Sanitärbereiche für Besucher und Sportler bleiben strikt getrennt. Vier Umkleidebereiche, ein Lehrerzimmer, zwei Geräteräume und ein Fitnessraum bilden die Infrastruktur hinter der 1.076 Quadratmeter großen Sport- und Spielfläche. Sie erhält die klassischen Linierungen der Ballsportarten, wird aber als erste Halle auch den Anforderungen von Bogenschützen gerecht werden. Wie alle anderen Sporthallen in Trägerschaft des Landkreises wird auch dieses Gebäude künftig in den unterrichtsfreien Zeiten dem Breiten- und Vereinssport offen stehen. Als besondere Raffinesse bietet der Neubau eine ausklappbare Tribüne, auf der 204 Fans, darunter auch fünf Rollstuhlfahrer, Platz finden. Im Außenbereich entstehen zudem 43 Parkplätze.
Neubau setzt Schlusspunkt hinter jahrelange Provisorien
Der Neubau zieht auch einen Schlussstrich unter den seit Jahren nur provisorisch erteilten Sportunterricht für die Berufsschüler. Mangels geeigneter eigener Räume konnte die Schule das Stundenpensum nicht in vollem Umfang garantieren. Ende 2012 wurde der Mietvertrag für ein benachbartes Hallengebäude, das bereits seinerzeit den Ansprüchen an modernen Unterricht nicht genügen konnte, vom Vermieter fristgerecht gekündigt. Damit stand dem Berufsschulzentrum als einziger Schule der Region keinerlei Raumkapazität für die obligatorischen Sportstunden zur Verfügung. Linderung, aber keinesfalls Abhilfe schaffte das Ausweichen auf die Sporthallen an den benachbarten Schulstandorten in Molschleben und Friemar. Zumindest ein Viertel der notwendigen Unterrichtsstunden konnte so aufgefangen werden, wenngleich beide Schulen für diese Interimslösung ebenfalls umorganisieren und eigene Interessen zurückstellen mussten.
Foto: Am Dachtragwerk der neuen Sporthalle bringen Fachleute bereits die Rauchmelder an.






















