Die Aufgabe für den VC Gotha war am Samstag Abend klar: Gegen den Spitzenreiter Generali Haching galt es, ein gutes Spiel zu zeigen „und vielleicht einen Satz zu gewinnen“, so Cheftrainer Schulz vor dem Spiel. Das Fazit: Auftrag gelungen: Die Bayern gewannen zwar das 17. Spiel in Folge (!), hatten aber beim 3:1 (25:18, 22:22, 23:25, 25:19) mehr Mühe als erwartet.
Gäste-Trainer Mihai Paduretu schonte dieses Mal seinen Stammspieler Christian Dünnes, dafür durfte Youngster Simon Hirsch einmal mehr sein Können beweisen. Neben ihm setzte Paduretu auf die Altbekannten. Günthör, Kaliberda, Cedeno, Skladany, Shafranovich wie auch Libero und Entertainer Seppl Prüsener. Trainer Schulz setzte auf jenen Stammsechser, der schon beim 3:1 gegen den CV Mitteldeutschland am Mittwoch überzeugte.
Generali Haching zündete auswärts beim VC Gotha sofort den Turbo. Nach 20 Minuten war es das dann auch schon mit dem ersten Durchlauf. Ab der ersten Minute demonstrierten die Hachinger warum sie unangefochten an der Tabellenspitze stehen. So setzten sie sich schnell mit vier Punkten ab (8:4) und bauten ihren Vorsprung im Laufe des ersten Satzes gegen den Tabellensiebten noch weiter aus (14:8, 17:10, 23:15). Am Ende ging der erste Durchlauf souverän mit 25:18 an die Mannschaft von Kapitän Max Günthör.
Im zweiten Durchlauf wollten die Hausherren aus Thüringen sich nicht mehr so von den Gästen an den Pranger stellen lassen und machten ihnen das Leben wesentlich schwerer. So konnte Gotha auch nach einem drei Punkte Rückstand (13:16) wieder ausgleichen (16:16) und ging anschließend in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen sogar mit einem Punkt in Führung (19:18). Doch vor allem die Geschlossenheit der Mannschaft, die Ruhe und Gelassenheit, wie auch die Hachinger Nervenstärke sind dieses Jahr bezeichnend für den Tabellenführer. Mit diesen Eigenschaften spielte Generali Haching den Satz zu Ende. So konnte die Mannschaft von Mihai Paduretu den Ausgleich von Gotha zum 20:20 an sich abprallen lassen und gestaltete den Satz auf der Zielgerade mit 25:22 zu ihren Gunsten.
Ähnlich wie der zweite Satz gestaltete sich auch der dritte. Erneut war es eine enge Kiste zwischen beiden Mannschaften. Doch dieses Mal zeigte Gotha den Biss, der zuvor vielleicht etwas gefehlt hat. Aber dieses Mal konnten die Hausherren bis zum 22:22 Haching die Stirn bieten und entschieden anschließend den Satz für sich. Das ausgegebene Ziel Gothas war es, den Tabellenführer zu ärgern und den einen oder anderen Satz für sich zu entscheiden. In diesem dritten Durchlauf sollte Gotha für den starken Willen und das gute Spiel belohnt werden. So entschieden die Gastgeber diesen Durchlauf mit 25:23 knapp für sich.
Nach zwei knappen Durchläufen setzte Generali Haching dieses Mal dort an, wo sie im ersten Satz aufgehört hatten. Schnell erspielten sich die Mannen von Mihai Paduretu eine fünf Punkte Führung (8:3). Nach und nach bauten die Hachinger ihren Vorsprung weiter aus (14:7, 17:9). Deutlich gewannen die Bayern mit 25:19 den vierten Satz für sich und damit auch ihr zwanzigstes Bundesligaspiel in Folge.
„Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht. Wir haben zwar nicht besonders gut aufgeschlagen, aber dennoch hat jeder Einzelne gut gespielt. Es war, wie bereits in den letzten Spielen gegen Düren und Rottenburg. Gegen uns spielen alle locker und haben nichts zu verlieren. Gotha hat gut gespielt“, resümiert Mihai Paduretu kurz nach dem Spiel. Auch VC-Cheftrainer Jörg Schulz war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden.
Die Gothaer liegen nach 16 Spielen mit 12:20 Punkten auf Platz 7. Das würde am Ende für die Play-off-Teilnahme reichen.






















