Preis geht an Almaz Böhm und Karlheinz Böhm

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Die Mitglieder der Kulturstiftung Gotha haben zum fünften Mal einen Preisträger für den Kulturpreis der Stiftung ausgewählt und folgen so der Idee des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung und Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch, diesen im regelmäßigen Abstand von zwei Jahren zu verleihen.

Wer soll nun Wei Jing Sheng, Prof. Dr. Kurt Masur, Walentina Tereschkowa und Botschafter Hermann Huber folgen? Die Mitglieder der Gremien waren sich schnell einig, dass es eine Person sein muss, die sich seit Jahrzehnten für ein weltweites Projekt einsetzt und die in einem Land wirkt, welches enge Beziehungen zu Gotha besitzt.

Die Wahl der Jury fiel auf den weltberühmten Schauspieler Karl Heinz Böhm und sein Projekt „Menschen für Menschen“ in Äthiopien, das unter der Leitung seiner Ehefrau Almaz Böhm steht.

Gotha und Äthiopien sind eine untrennbare Einheit, denn schon Herzog Ernst der Fromme ermöglichte äthiopischen Forschern Studienreisen an seinen Hof, holte den äthiopischen Gelehrten Abba Gregorius in die Stadt, in der das erste Sprachenlehrbuch in amharisch herausgegeben wurde, das von 1650 bis 1952 Gültigkeit besaß. Später folgte Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha den Spuren seines Vorfahren und nahm Tiervater Alfred Brehm sowie den Schriftsteller Friedrich Gerstäcker mit auf seine Forschungsreisen. Die Ausstellung „Elefantastisch“ im Schloss Friedenstein legt davon zurzeit Zeugnis ab.

Publiziert am: 20. Mai 2011, 7:05 Uhr