Die 13 ist für Gotha eine Erfolgszahl

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Jedes Jahr wieder neu stellen sich Oberbürgermeister Knut Kreuch und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Team Gotha neuen Herausforderungen. Die Bilanz kann sich sehen lassen, denn immer konnte im Dezember mehr abgerechnet werden, als man sich im Januar des Jahres vorgenommen hatte. „Wenn ich an den erfolgreichen 13. Thüringentag in Gotha denke, so weiß ich, dass die Zahl 13 eine Erfolgszahl ist…“ bilanziert Oberbürgermeister Knut Kreuch seine Erwartungen.

Drei Großprojekte stehen dabei im Mittelpunkt: Stadt-Bad Gotha, herzogliches Museums und 50. EUROPEADE. Dazu kommen zehn wichtige Detailschritte so der Beschluss zum Doppelhaushalt 22013/14, die wirtschaftliche Stabilisierung des Wirtschaftsstandortes Gotha, die bürgernahe Neuausrichtung der Energieversorgung, die Schaffung der Rahmenbedingungen mit Spatenstich für die „Altstadt-Galerie“, die Eröffnung des Kunstforums Gotha, ein Festakt für den „Gotha“, die Wiedereröffnung der Kasematten, das Jubiläum „25 Jahre Städtepartnerschaft mit Salzgitter“ und „20 Jahre Gastonia“ sowie ein Festakt für Äthiopien anlässlich des 360. Jahrestages der Beziehungen unserer Stadt in das afrikanische Land und schließlich auch die Eröffnung des „Spruchkartuschen-Weges“ rund um den Hauptmarkt.
Stadt-Bad Gotha – das Familienbad
Das Bauprojekt Stadt-Bad Gotha ist wohl das bedeutendste und umfangreichste Bauprojekt der Residenzstadt Gotha seit 1990. Erhöhte Baupreise und die geringe Zahl von Baufirmen, die sich an Ausschreibungen beteiligten, haben den Eröffnungstermin verschoben, er kann erst im Frühjahr 2013 bekannt gegeben werden, wenn die ausgeschriebenen Fliesenlegearbeiten begonnen haben. Wichtig ist jedoch nicht der Zeitpunkt der Eröffnung, sondern eine in sehr guter Qualität durchgeführte Baumaßnahme, damit nach der Eröffnung keine baulichen Mängel festgestellt werden müssen. 2013 sollen die Bauarbeiten am Stadt-Bad abgeschlossen werden.
Herzogliches Museum Gotha
Bis zum Sommer 2013 werden die Bauarbeiten im Herzoglichen Museum, einem der ältesten Museumsbauten in Deutschland, abgeschlossen sein. Dann kann sich das Team um Stiftungsdirektor Dr. Martin Eberle ganz der Einrichtung der Räume und der Inszenierung der Ausstellungsstücke widmen. Die Eröffnung des Herzoglichen Museums wird weltweite Bedeutung erlangen und Gotha die Möglichkeit geben, neue europäische Touristenströme zu akquirieren. Für Herbst 2013 ist die Eröffnung des Hauses geplant.
50. EUROPEADE
Menschen aus ganz Europa werden im Juli 2013 die Residenzstadt Gotha zu ihrem Heimatort machen, um auf den Straßen und Plätzen der Stadt in allen europäischen Sprachen zu singen, zu tanzen und zu musizieren. Gotha, mitten in Europa wird sich dabei als weltoffene Stadt mit großer Herzlichkeit und besonderem Charme präsentieren. Rund um das Gothaer Rathaus wird Europa zu Hause sein und die große Europa-Parade am Samstag gilt als Höhepunkt der Festtage.
Doppelhaushalt 2013/14
Noch nie war die Aufstellung eines Haushaltes für die Stadt Gotha so schwierig wie im Jahr 2013. Die lange unbekannten Zuweisungen des neuen Finanzausgleiches des Freistaates Thüringen und die unbekannten Größe der Kreisumlage machten eine solide Planung unmöglich. Die Stadtverwaltung Gotha will mit einem Doppelhaushalt größere Planungssicherheit und Gestaltungsspielräume für Unternehmen und Bürger, für Vereine und Verbände erreichen. Der Doppelhaushalt ist aber gleichzeitig der Einstieg in eine neue Haushaltszukunft, die gekennzeichnet sein wird von Abgabe freiwilliger Leistungen ohne dabei Bürgernähe und finanzielle Sicherheit zu verlieren.
Wirtschaftstandort Gotha
Jedes Jahr drei Neuansiedelungen oder maßgebliche Unternehmenserweiterungen sind das Ziel der städtischen Wirtschaftspolitik. Die Arbeitskräftesicherung spielt dabei eine herausragende Rolle. Mit der Schaffung neuer Industrieerweiterungsflächen in Gotha-Süd und Gotha-Ost sollen gezielt unternehmerische Aktivitäten gestärkt werden.
Bürgernahe Energieversorgung Gotha
Für das Jahr 2013 ist die bereits lange ins Auge gefasste Zusammenlegung von zwei städtischen Energieunternehmen zu den neuen Stadtwerken Gotha geplant. Um sich den Zukunftsthemen der Energieversorgung, der Bürgerbeteiligung und der nachhaltigen Entwicklungen noch besser zu stellen, plant die Stadt Gotha die Zusammenlegung von Fernwärmestadtwerken und Stadtwerken Gotha zu einem neuen Unternehmen mit einer privaten Beteiligung. Die hohen Synergiewerte, die durch eine Zusammenlegung geschaffen werden können, stärken auch den nachhaltigen Wirtschaftsstandort Gotha.
Altstadt-Galerie
Das größte private Investitionsprojekt der letzten zwei Jahrzehnte geht 2013 in die entscheidende Runde. Es soll Baurecht für die Altstadt-Galerie geschaffen werden, um dort eine neue Einkaufswelt in der Gothaer Innenstadt zu schaffen, die maßgeblich zur Attraktivierung der Historischen Altstadt als moderne ansprechende Einkaufsstätte beitragen wird. Das umfassende Prozedere von Bauleitplanungen und Genehmigungen soll bis Herbst dazu führen, den Spatenstich vornehmen zu können.
Kunstforum Gotha
Mit einem privaten Bankpartner entsteht in der Querstraße/Mönchelsstraße ein modernes Kunstforum Gotha, um besonders moderner Kunst in Gotha wieder eine Plattform zu geben. Das völlig von privaten Investoren geschulterte Bauprojekt wird der KulTourStadt Gotha GmbH ansprechende Räumlichkeiten für ein Kunstforum bieten. Als erste Ausstellung soll im Haus eine Exposition der gebürtigen Gothaer Künstlerin Milein Cosman gezeigt werden, die 1938 ihren Geburtsort verlassen musste und in London eine neue Heimat fand. Sie zählt heute zu den bedeutendsten britischen Künstlern. Gleichzeitig ist die Exposition ein Gedenken an den 75. Jahrestag der Reichspogromnacht.
Der Gotha
Das berühmteste Buch der Residenzstadt Gotha der „Gotha“, jener legendäre Adelskalender feiert in diesem Jahr den 250 Geburtstag. Durch das Buch hat der Städtename Gotha Eingang in die französische  und italienische Sprache gefunden. Das Buch und seine Herausgeber zu würdigen, ist ein wichtiger Beitrag zur Darstellung der Gothaer Verlegergeschichte. Im September 2013 wird ein Festakt diesen Umstand würdigen.
Kasematten
Dank der Initiative der Kulturstiftung Gotha und einer Förderung der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha wird es bis Sommer 2013 gelingen, die Kasematten als Besuchermagnet in der Stadt Gotha wieder zu öffnen. Die Schließung der Anlage vor ca. 3 Jahren war erforderlich, weil die Beleuchtungsanlage nicht mehr reparabel war und jetzt 50.000 € investiert werden, damit eine sichere Zugänglichkeit gewährleistet werden kann.
Städtepartnerschaften
Ein viertel Jahrhundert Partnerschaft mit Salzgitter und zwanzig Jahre Partnerschaft mit Gastonia sind Anlass für vielfältige Partnerschaftsbegegnungen, die in diesem Jahr auch durch eine Schülerpartnerschaft ergänzt werden können, wenn Moskauer Schüler Gotha besuchen werden.
Gotha-Äthiopien
Prinz Assfa Wossen Asserate der anerkannte äthiopische Patriot und Schriftsteller lädt im Oktober zu einem wissenschaftlichen Kolloquium nach Gotha ein. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Gotha der Universitätsbibliothek Gotha werden Wissenschaftler aus aller Welt nach Gotha kommen, um die Spuren aufzunehmen, die vor 360 Jahren den Anstoß für die Erforschung und Erkundung Afrikas, die von Gotha ausging, gaben.
Spruchkartuschen-Weg
Fast unbemerkt tragen Gothaer Häuser Spruchkartuschen mit Psalmensprüchen, die auf eine Verordnung von Herzog Ernst dem Frommen zurück gehen. Manchmal sind sie gut sichtbar, meist jedoch versteckt. Dass diese Spruchkartuschen einmalig in Europa sind, wissen weder Touristen noch Einheimische. Es ist deshalb an der Zeit, auf sie aufmerksam zu machen und sie einheitlich zu beschildern. Zum Tag des Denkmals sollte der Weg der Spruchkartuschen eröffnet werden.