Die „Antike“ bleibt geschlossen

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Angesichts groß angelegter Umstrukturierungen in den Museen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha müssen derzeit hin und wieder Teile der Dauerausstellung geschlossen werden. So ist ab sofort die Abteilung Antike wegen der Neueinrichtung einer neuen Münzausstellung im Westflügel des Schlosses nicht zugänglich.

Die Antikensammlung von Schloss Friedenstein zählt in Deutschland zu den zehn umfangreichsten öffentlich zugänglichen Sammlungen. Sie besitzt neben der bemerkenswerten Gefäßkollektion sowohl unter den Kleinkunstbeständen als auch bei den Marmorbildwerken kultur- und kunstwissenschaftlich herausragende Werke. Die Gefäßsammlung beeindruckt dabei durch Formenvielfalt und ein breites Spektrum an dekorativen und mythologischen Darstellungen. Auffallend ist die geschlossene Qualität der Vasen. Bei den Marmorbildwerken ragen bedeutungsmäßig das Agrippina-Porträt (um 50 n. Chr.), das Elagabal-Porträt (218 – 222 n. Chr.), das Fragment eines Jagdsarkophages (3. Jh. n. Chr.) aus einer attischen Werkstatt und ein weiblicher Porträtkopf (2. Jh. n. Chr.) heraus. Die Antiken werden ab Mitte 2013 im bis dahin umfassend sanierten Herzoglichen Museum wieder gezeigt.

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