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Vortrag von
Im Rahmen der Sonderausstellung „Märchenschloss Friedenstein – Gotha erzählt“ lädt die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha am Donnerstag, dem 2. August, um 19 Uhr zu einem Vortrag von Elisabeth Dobritzsch über märchenhafte Pflanzen und ihre Gärtner in das Ekhof-Kabinett ein.
Die Gothaer Gartenlandschaft der Barockzeit war im frühen 18. Jahrhundert fast so berühmt wie Dornröschens Rosenhecke. Was liegt also näher, als den Bogen vom märchenhaften Zauberschloss zu den wirklichen Gärten der Gothaer Residenz zu spannen? Ab 1642 schuf sich der Gothaer Hof innerhalb weniger Jahrzehnte insgesamt fünf Gärten in der Residenzstadt, die gleichsam hufeisenförmig das Schloss Friedenstein umgaben:
• Den Küchen- oder Nutz- und Zehrgarten im Süden
• den Wallgarten, den Ordonnanzgarten und die spätere Orangerie sowie den Garten am Schloss Friedrichsthal im Osten und
• den Lustgarten der Herzogin, später Prinz-Wilhelm-Garten im Westen.
Diese Gärten erfüllten viele Funktionen, die von der Versorgung des Hofes über den Lustgewinn durch Erbauung, Sammlung von Pflanzenschätzen bis hin zur Repräsentation fürstlicher Macht und Vermögen reichten. Da diese Gärten mit Alleen untereinander verbunden waren, sind sie in ihrer Gesamtheit in dieser Zeit als einzigartig in Thüringen zu werten. Hinzu kommt, dass der Innovationsdrang der Gothaer Fürsten einige Kulturen, wie z. B. den Kaffeebaum, sehr früh in die Gärten einführten, was der einschlägigen Wissenschaft bislang nicht bekannt war. Der Vortrag stellt die heute nur noch in Relikten oder gar nicht mehr vorhandenen Gärten vor, geht auf deren Bepflanzung einschließlich ausgewählter Sonderkulturen wie Agaven oder Ananas ein und benennt die Gärtner, die diese Meisterwerke schufen. Zahlreiche Bilder geben einen visuellen Eindruck der heute leider verschwundenen Pracht.
Der Eintritt zum Vortrag beträgt 3 €.






















