„Eine Transfergesellschaft wäre das Mindeste gewesen“

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„Was einst für Opel galt, hätte auch für Schlecker gelten müssen.“ David Ortmann, der Vorsitzende der SPD Waltershausen, ist fassungslos. Eine Transfergesellschaft sei, „das Mindeste gewesen, was den betroffenen Mitarbeiterinnen hätte geboten werden müssen“.

Der Sozialdemokrat ist sich sicher, dass „die FDP über 10.000  Schlecker-Mitarbeiterinnen geopfert hat, um ihr parteipolitisches Profil zu schärfen.“

Mit dem „Nein“ der Liberalen zur Bürgschaftszusage für eine Transfergesellschaft sei jedoch eine große Chance verspielt worden. „Die Mitarbeiterinnen hätten weitergebildet und bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung unterstützt werden können“, erklärt Ortmann. Nun bleibe ihnen nur der Weg in die Arbeitslosigkeit. „Hinzu kommt, dass der Bund in den Bereichen der beruflichen Weiterbildung und Umschulung in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel gestrichen hat.

„Nach dem alle betroffenen Bundesländer kurz vor einer Einigung standen, ist die Bürgschaft aus gerechnet an einer zwei Prozent Partei gescheitert“, bedauert der Waltershäuser SPD-Chef: „Die Arbeitnehmer in Deutschland können erst aufatmen, wenn die FDP aus allen Landtagen und den Bundestag geflogen ist.“

Auch im Landkreis Gotha sind Schlecker-Mitarbeiterinnen von Kündigungen betroffen.