Das Ernst-Abbe-Sportfeld bleibt wegen einsturzgefährdeter Flutlichtmasten bis auf Weiteres geschlossen. Das ist das Ergebnis einer am heutigen Nachmittag im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld erfolgten Vorortbegehung durch eine Expertenrunde von Vertretern der Stadt Jena, des FC Carl Zeiss Jena, des Stadioneigentümers KIJ, dem Bauordnungsamt und weiteren Sachverständigen.
Damit steht fest, dass die geplante Saisoneröffnungsfeier im Rahmen des 110-jährigen Vereinsjubiläums des FC Carl Zeiss Jena nicht in Jena stattfinden kann. Stattdessen weicht der FCC nach Weimar ins dortige Wimaria-Stadion aus. Vereinspräsident Rainer Zipfel: „Wir wollten und konnten unseren walisischen Freunden, die viel Zeit, Energie und auch Geld in diese Reise nach Jena investiert haben, einfach nicht absagen. Natürlich sind wir alles andere als in Feierlaune, da die Auswirkungen der Stadionsperrung für uns Existenz bedrohende Auswirkungen haben kann. Dennoch wollen wir den Walisern und unseren Fans dieses Spiel, auf das sie seit Monaten warten, ermöglichen. Es wird nun ein internationales Testspiel zwischen Freunden – auf ein Fanfest mit umfangreichem Rahmenprogramm müssen wir hingegen aus organisatorischen Gründen und in Anbetracht unserer Situation nun leider verzichten. Das macht uns traurig. Aber wir sind auch dankbar für die Unterstützung, die wir von vielen Kommunen und Vereinen aus Thüringen
und unseren Fans in diesen schweren Stunden erfahren haben. Denen widmen wir dieses Spiel.“
Anstoß ist 17 Uhr. Die Stadiontore und Kassen öffnen 15.30 Uhr. Der FCC hofft GERADE JETZT auf die zahlreiche Unterstützung seiner Fans. Informationen organisatorischer Art zum Spiel in Weimar folgen im Laufe des morgigen Freitags.
Stattfinden wird in jedem Falle der „Walisische Abend“ am Freitagabend im Jenaer F-Haus, bei dem das
Viertelfinale von 1981 auf Leinwand gezeigt wird und gemeinsam mit den Fans aus Newport gefeiert werden
soll. Einlass ab 20 Uhr. Beginn 21 Uhr. Der Eintritt für Waliser und Zeiss-Fans ist frei. Andere zahlen 3 Euro.
Die Stadionsperrung hat allerdings weit über die Saisoneröffnung hinausgehende Konsequenzen. Der FC Carl
Zeiss Jena ist quasi arbeitsunfähig. Rainer Zipfel: „Wir haben die Stadt Jena aufgefordert, uns im Laufe des morgigen Freitags eine verbindliche Aussage zukommen zu lassen, wann hier wieder der Spielbetrieb aufgenommen werden kann. Klarheit ist für uns, die wir morgen Staffeltagung haben, existenziell wichtig. Andernfalls drohen uns viel schlimmere Dinge als das Verlegen eines Freundschaftsspiels.“
Inwieweit der FC Carl Zeiss Jena, der sich das Ziel des Wiederaufstiegs in die 3. Liga zum erklärten Ziel gesetzt hat, noch seine sportlichen Perspektiven anpacken kann, steht in den Sternen. Zipfel weiter: „Wie wollen wir im März des nächsten Jahres Lizenzunterlagen einreichen, ohne ein Flutlicht vorweisen zu können, was zwingend erforderlich ist? Der FC Carl Zeiss Jena steht am Scheideweg.“






















