Mit einer 1:3 (19; -23; 20; 14) Niederlage (die Gothaer Internetzeitung berichtete)bei den Netzhoppers Königs-Wusterhausen/Bestensee verpassten die Volleyballer des VC Gotha ihre erste Chance, sich vorzeitig für die Play-OFF-Runde zu qualifizieren.
Tagelang hatten sich Trainer Jörg Schulz und sein Scout und Co-Trainer Jan Kahlenbach mit Video- und Statistikanalysen akribisch auf den Gegner vorbereitet. Jedes Detail, jeder Spielzug wurde ausgewertet und eine Taktik für das Spiel in Brandenburg erarbeitet. Doch wie immer im Sport, die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Spielfeld und hieß, wie schon im Hinspiel, Fuchs und Krause.
Gegen deren Aufschläge und Angriffe fanden die Gothaer in der Landkost-Arena in Bestensee an diesem Abend keine Gegenmittel. Mit 48 Punkten erzielten die beiden Angreifer allein 2/3 aller direkten Netzhoppers-Punkte und die Hälfte der insgesamt erreichten Punkte der Hausherren. Hinzu kam, dass die Gothaer Feldabwehr keine Normalform hatte und dadurch ungewohnt viele einfache Bälle unabgewehrt blieben.
Im Spiel gegen dessen ehemaligen Verein stellte Schulz diesmal wieder Santino Rost auf die Regieposition des Zuspielers. Erstmals nach seiner Verletzung spielte auch Ariel Hilman in der Startformation. Neben den Beiden begannen Michael Andrei, Sven Kellermann, Sebastian Hähner, Marcel Herrmann und Libero Isaac Kneubuhl. Hilman merkte man im Angriff noch eine gewisse Unsicherheit an, in der Annahme zeigte er sich aber schon wieder recht sicher. Bester Gothaer war Diagonalangreifer Herrmann, der verdientermaßen auch als MVP geehrt wurde.
Insgesamt konnten die Thüringer Gäste lediglich im 2.Satz, das umsetzen, was man sich an Taktik zurecht gelegt hatte. Auch Trainer Schulz musste am Ende zur Kenntnis nehmen, das man an diesem Tag wenig Chancen hatte, das Spiel gegen stark spielende Hausherren zu gewinnen. „Wir wussten um die Gefährlichkeit von Fuchs und Krause und hatten uns eigentlich im Training auf die Beiden vorbereitet. Doch im Wettkampf konnten wir das nicht umsetzen. Nun wollen wir versuchen im nächsten Spiel in Moers die noch fehlenden Punkte für die Play-Offs zu holen“, richtete er schon kurz nach der Begegnung den Blick nach vorn.
Am kommenden Sonnabend treten die Gothaer beim Moerser SC an. Obwohl die Moerser sich in den letzten Wochen in hervorragender Form präsentieren und sich souverän für die Play-Offs qualifizierten, sieht sich der VC Gotha, nachdem zu Hause gegen die Niederrheiner ein Sieg gelang, auch in Moers nicht chancenlos.



















