Erster Saisonsieg für VC-Frauen

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In einer hart umkämpften Begegnung mit einem überaus spannenden Spielverlauf schafften die Regionalligavolleyballerinnen des VC Gotha gegen den VC Olympia Dresden II den lange erhofften ersten Saisonsieg. Sie gewannen das Spiel nach einem 0:2 Satzrückstand noch mit 3:2 (-17; -17; 19; 19; 12).

Es hatte sich schon in den Spielen zuvor angedeutet, dass der erste Saisonsieg für die Gothaerinnen nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Unverkennbar waren die spielerischen Fortschritte und die Handschrift des neuen Trainers. Gegen die ebenfalls noch sieglosen Dresdnerinnen sollte der Sieg endlich her.

Wie schon in den vergangenen Spielen musste der VC Gotha auch diesmal auf Stammzuspielerin Julia Meyer verzichten. Erneut übernahm Franziska Herold deren Part. Neben ihr standen Katharina Bühring, Christine Eisold, Theas Heusinger, Janett Ollarius, Julia Adler und Libera Michelle Strießbaum in der Anfangsformation. Die Gothaerinnen begannen äußerst engagiert und lagen schnell in Führung. Doch danach zeigte sich schnell, dass die sehr jungen aber großgewachsenen und gut ausgebildeten Spielerinnen aus Dresden ein starker Gegner sein würden. Und so taten sich die Gastgeberinnen zusehend schwerer ihre Angriffe gegen den guten Gästeblock durchzubringen. Der Vorsprung schmolz dahin, auch weil Gothas Annahme immer unsicherer wirkte und ein variabler Spielaufbau kaum noch möglich war. Dresden nutzte seine körperliche Überlegenheit und die Schwächen auf Gothaer Seite zu einem deutlichen 25:17 Satzgewinn.

Der 2.Satz brachte so gut wie keine Veränderungen. Der VC- Block bliebweiterhin oft nur zweiter Sieger gegen die Dresdner Mittenangreiferinnen. Außerdem bekam der VCO einen richtigen Lauf in der Abwehr, kratzte sehr viele Bälle buchstäblich vom Boden und baute sich dadurch weiter auf. Der VCO spielte jetzt nahezu fehlerfrei und für Gotha gab es auch im 2.Satz beim erneuten 17:25 nichts zu holen.

Danach gab es nicht wenige Beobachter in der Halle, die das Spiel für gelaufen hielten. Doch die sollten sich alle täuschen.

Trainer Kirill stellte um und schickte die 16-jährige Annalena Horn ins Zuspiel.Mit ihr kam mehr Sicherheit in das Aufbauspiel und außerdem war sie mit ihren Aufschlägen sehr gefährlich. In die Karten spielte den Gastgeberinnen aber auch, dass Dresden seine Taktik ohne Not änderte und fast nur noch über die Außen angriff. Hinzu kam auch die nun wesentlich stabilere Annahme der Gothaerinnen. Der VC nutzte seine Chance und schaffte mit 25:19 den Satzanschluss.

Nach diesem Satzgewinn wirkten Gothaerinnen im 4.Satz überhaupt nicht mehr verunsichert und spielten befreit auf.Das junge Nachwuchsteam des Bundesligisten DSC aber wurde immer nervöser und versuchte mit Gewalt das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Da die Gästespielerinnen jetzt auch kräftemäßig abbauten, blieben diese Aktionen ohne Erfolg. Der VC Gotha gewann auch diesen Abschnitt mit 25:19 und hatte sich damit in den Tie-Break gekämpft.

Dieser war dann an Spannung kaum zu überbieten. Gotha ging den Entscheidungssatz sehr konzentriert an, während Dresdens Trainer mit einer fehlerhaften Aufstellung seine Mannschaft verunsicherte. Als ein Block von Ollarius den VC mit 10:6 in Führung brachte, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch der VCO mobilisierte die letzten Kraftreserven und war jetzt im Block wieder mehrfach erfolgreich. Dresden kam auf 10:12 heran. Dann folgte eine 5-minütige Spielunterbrechung, weil der Gästetrainer falsch wechselte und erst vom Kampfgericht mit einer Gelben Karte bestraft werden musste, ehe er das Wechselchaos beendete. Fast wäre diese Unsportlichkeit noch belohnt wurden, denn Gotha musste nach dieser ungewollten Unterbrechung zwei weitere Punkte abgeben, so dass es nun 12:12 stand. Doch in dieser dramatischen Situation bewiesen die Gothaerinnen Nervenstärke. Bühring mit zwei Angriffen und Veronika Scheler mit einem Block sorgten für den umjubelten Schlusspunkt zum 15:12.

„Mit dem VCO haben wir eine Mannschaft erlebt, die überdas Potential verfügt, jede Mannschaft in der Regionalliga zu schlagen. Den jungen Spielerinnen fehlt lediglich noch die Erfahrung. Wir haben hingegen heute drei Sätze hintereinander konstant durchgehalten und bis zum Ende variabler und einen Tick kreativer als der Gegner gespielt. Das wurde belohnt. Allerdings hätte dieses Spiel auch 0:3 gegen uns enden können. Das hat mein Team mit großem Einsatz verhindert“, kommentierte ein stolzer Trainer Oliynyk das Geschehene.

 

VC Gotha mit: Franziska Herold, Franziska Mallien, Simona Möckel, Thea Heusinger, Katharina Bühring, Christine Eisold, Annalena Horn, Veronika Scheler, Janett Ollarius, Toni Kühlmann, Michelle Strießbaum und Julia Adler.