Stiftung Schloss Friedenstein freut sich über Spenden für den Rückkauf des Elfenbeinhumpens

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Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha hofft auf Unterstützung von privaten Spendern: Um den kunstvollen Elfenbeinhumpen, der im Mai diesen Jahres auf einer Aktion in Heidelberg versteigert wurde, zurückkaufen zu können, benötigt sie rund 330.000 Euro. Nach den Presseberichten der letzten Wochen, haben sich bereits erste Spender gemeldet, die gern am Rückkauf mithelfen würden.

Stiftungsdirektor Prof. Dr. Martin Eberle zeigte sich darüber sehr erfreut: „Auch diese Spenden setzen ein Zeichen und machen deutlich: Wir wollen dieses Stück für die Öffentlichkeit zurückgewinnen.“

Namhafte deutsche Stiftungen haben bereits zugesagt, einen Teil der Kosten zu tragen. Auch der Freistaat Thüringen prüft derzeit, ob er unterstützen kann. Daher helfen zusätzlich kleinere und größere Spenden, damit das kostbare Kunstkammerstück bald wieder in Gotha gezeigt werden kann.

Die Bankverbindung der Stiftung lautet:
Stiftung Schloss Friedenstein Gotha
Kreissparkasse Gotha
IBAN: DE19 8205 2020 0750 0484 84
SWIFT-BIC: HELADEF1GTH
Verwendungszweck: Ankauf Humpen

Worum handelt es sich?

Das punkvolle Trinkgefäß aus dem 17. Jahrhundert wurde erstmalig 1721 im Inventar der Friedensteinschen Kunstkammer erwähnt. Es handelt sich um einen Elfenbeinhumpen mit Darstellung der Verehrung des goldenen Kalbs mit vergoldeter Silberfassung des Danziger Goldschmiede-Meisters „Johann Ernst Kadau(w) II.“ aus der Zeit um 1674–80. Herzog Johann Adolph I. von Sachsen-Weißenfels (1649 – 1697) hatte das Kunstwerk seinem Schwager Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646 – 1691) im Jahr 1689 geschenkt.

Der Elfenbeinhumpen galt seit 1945 verschollen, nachdem er vermutlich von einem Mitarbeiter unrechtmäßig an einen Erfurter Antiquitäten-Händler verkauft wurde. Ein Teil des Kunstwerks aber, die figürliche Deckelbekrönung, hat sich in der Sammlung der heutigen Stiftung Schloss Friedenstein Gotha erhalten: Dargestellt ist Aaron mit dem Opferlamm.

(Beitragsbild: Bald wieder vereint? Der Elfenbeinhumpen mit Original-Deckelbekrönung, aufgenommen bei einer Begutachtung des Stücks 2017 nach der Auktion. © Ute Däberitz, Stiftung Schloss Friedenstein Gotha)

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