Gefahrenverhütungsschauen beginnen / 8 Mio. Euro schon investiert

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Die Brandschutzvorkehrungen in den kreiseigenen Schulen nehmen Experten ab Ende Februar in Augenschein. Das kündigt das Schulverwaltungsamt an. Bei Vor-Ort-Terminen wird unter feuerwehrtechnischen Gesichtspunkten der Ist-Stand kontrolliert und protokolliert. Existiert ein zweiter baulicher Rettungsweg? Ist die Ausstattung mit Feuerlöschern ausreichend? Gibt es aktuelle Feuerwehreinsatzpläne für das Haus? Und verfügen die tragenden und Raum abschließenden Bauteile über den erforderlichen Feuerwiderstand? Diese Aspekte werden geprüft und – wenn notwendig – zur Erledigung an die jeweiligen Ämter weitergegeben.

Kontinuierlich in die Sicherheit investiert

Bereits 2003 und 2008 fand die Überprüfung der Schulen statt. Daraus entstand für jedes Schulgebäude ein entsprechendes Brandschutzkonzept, in dem die Verbesserungsmöglichkeiten konkret festgehalten wurden. Bauliche Anforderungen wurden schrittweise umgesetzt und in den berühmten Brandschutzauflagen im Kreishaushalt verankert. Von 2004 bis 2010 wurden allein 7,8 Mio. Euro hierfür investiert. „Den Anforderungen des Brandschutzes zu genügen, ist eine technisch wie finanziell große Herausforderung – aber eine, der sich die Kreisverwaltung mit Blick der Sicherheit aller Schüler, Lehrer und des technischen Personals aktiv angenommen hat“, so Landrat Konrad Gießmann. Die Umsetzung wurde strategisch und in der Fläche vorgenommen: Während sich andere Schulträger auf einzelne Objekte konzentrieren, kamen und kommen im Rahmen von Sanierungen oder Erweiterungen sämtliche Schulen des Landkreises in den Vorzug von Verbesserungen.
Im aktuellen Kreishaushalt sind für 2012 Rauchwarnanlagen, Treppenhausabtrennungen und Brandmeldeanlagen im Wert von 150.000 Euro für das Arnoldigymnasium Gotha sowie 50.000 Euro für Planungsleistungen in Sachen Brandschutz an der Regelschule Crawinkel verankert. Letztere erreichen einen Umfang von 225.000 Euro und sollen 2014 umgesetzt werden.

Stichwort: Gefahrenverhütungsschauen

Die Gefahrenverhütungsschauen werden an jedem Schulstandort mindestens einmal im Fünfjahrestakt durchgeführt. Dabei prüfen Mitarbeiter des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes, ob Vorkehrungen gegen Brände, Explosionen und sonstige gefahrbringende Ereignisse getroffen worden sind und ob bei Eintritt einer solchen Gefahr Menschen und Tieren gerettet werden können. Besonderes Augenmerk gilt dabei unter anderem der Zugänglichkeit für die Feuerwehren, der Löschwasserversorgung, den Rettungswegen, den Brandmelde- und Alarmanlagen sowie vorgeschriebenen Alarm- und Gefahrenabwehrplänen. Diese Ortstermine werden nicht nur in Schulen durchgeführt, sondern betreffen beispielsweise auch Kindergärten, Krankenhäuser, Heime, Hotels, Diskotheken, größere Industrieanlagen, Versammlungs- und Verkaufsstätten sowie Hallen, Museen und landwirtschaftliche Großbetriebe.

MSB Kommunikation