Herbstmeister mit nächstem Zittersieg

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Die Rückrunde begann für die Oettinger Rockets Gotha, wie die Hinrunde endete: mit einem Auswärts-Zittersieg, der ohne den angeschlagenen Leo Niebuhr erkämpft wurde. Nach dem knappen 80:75-Erfolg bei den Fraport Skyliners Juniors am vorvergangenen Sonntag, setzte sich der Tabellenführer gestern beim sieglosen Schluss­licht BG Illertal-Weißenhorn mit 75:70 (41:38) durch (Die Gothaer Internetzeitung berichtete). Tenor: Hauptsache gewonnen!

„Die Jungs haben unter der Woche sehr konzentriert und hart gearbeitet, konnten die guten Trainingsleistungen in diesem Spiel aber nicht in Gänze abrufen“, sagte Rockets-Coach Marko Simic nach dem erwartet schweren Auswärtsspiel, in dem für Außen­stehende über weite Strecken nicht klar war, wer der Spitzenreiter ist und wer der Tabellenletzte. „Weißenhorn hat uns das Leben verdammt schwer gemacht, in der Offense sehr diszipliniert agiert und stark verteidigt, sodass wir nie unseren Rhythmus gefunden haben. Letztlich ist nicht unbedingt ein verdienter, sondern vor allem ein glücklicher Sieg herausgesprungen.“

Für die Rockets war es der sechste Erfolg und zugleich der vierte Auswärtssieg in Folge. Und abermals konnten sie in einer hart umkämpften Partie das bessere Ende verbuchen: Dabei spielten sowohl Können und Nervenstärke eine entscheidende Rolle als auch das berühmte Quäntchen Glück, das den Gastgebern vor allem in den Schlussminuten fehlte. Während die Gothaer ihre Würfe in der Crunch-Time versenkten, hatte die BG Illertal-Weißenhorn einige Male Pech. Anderenfalls hätte auch der Tabellenletzte am Ende die Nase vorne haben können. Denn der Ausgang war bis kurz vor Ultimo offen. Nachdem Weißenhorns Top-Scorer Michael Mercer (18 Punkte) wenige Sekunden vor Schluss die Chance zum Ausgleich verpasst hatte, sorgte David Watson mit einem erfolgreichen Drei-Punktspiel für die Erlösung der vielen Rockets-Fans am DJL-Live-Ticker.

Das „gute Ende“ war denn auch der positivste Aspekt, den Marko Simic diesem Spiel abgewinnen konnte. „Auch ein Top-Team kann nicht in jeder Begegnung eine Gala hinlegen – man muss auch die nicht ganz so guten Begegnungen gewinnen. Das ist uns jetzt zum zweiten Mal in Folge gelungen, obwohl erneut ein wichtiger Spieler ersetzt werden musste.“

Ungeachtet dessen ist sich Marko Simic sicher, dass sein Team im letzten Heimspiel am nächsten Samstag „eine Schippe drauflegen“ muss, um die weiße Heimweste zu wahren. Denn dann kommen die Dragons Rhöndorf nach Gotha. Der ProA-Absteiger hat am vergangenen Samstag den bisherigen Tabellenzweiten Nördlingen Giants mit 103:83 klar in die Schranken gewiesen. Und somit dafür gesorgt, dass Gotha nun mit der besten Bilanz aller Teams die Liga anführt. >>>


Oettinger Rockets Gotha: Monk (18 Punkte | 2 von 4 Freiwürfen), Jarmusz (5 | 1 von 1), Watson (15 | 1 von 1 | 2 Dreier), Rauch, Klein (8 | 1 von 2 | 1), Kuppe (14 | 2 von 3 | 2), Kreis (2), Baker (9 | 1 von 2), Unterluggauer (4 | 2 von 2)

BG Illertal-Weißenhorn: Fuller (10 | 2 Dreier), Mercer (18), Soyer (8 | 4 von 6), Vojkovic, Simic (5 | 1 von 2), Heberlein (5 | 1 Dreier), Butler (10 | 2 von 4), M. Wenzl (14 | 2 von 4)

Viertel: 17:26 | 21:15 | 16:12 | 16:22

Freiwürfe Gotha: 10 von 15 (67 %) Illertal-Weißenhorn: 9 von 16 (56 %)

Dreier Gotha: 5 von 17 (29 %) Illertal-Weißenhorn: 3 von 11 (27 %)


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