Im Doppelpack Selbstvertrauen getankt

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Glückliche Gesichter am Ende der Mitteldeutschen Meisterschaft im Judo, die am vergangegen Wochenende die besten Judoka aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen in der Elbestadt Schönebeck zusammen brachte. Fabian Meyer (FSV 1950 Gotha) und Pio Wittek (SSG Wechmar) waren die einzigen Vetreter aus dem Landkreis und als Platzierte der Thüringer Landesmeisterschaften für die Mitteldeutsche Meisterschaft qualifiziert.

Schon kurz vor 6 Uhr machte man sich Richtung Schönebeck auf den Weg, um rechtzeitig zum Einwiegen vor Ort zu sein. Bestens gelaunt zeigten sich die beiden Kämpfer am frühen morgen. Doch nach dem ersten Kampf war die Stimmung im Keller, Fabian hatte sich eine schmerzhafte Ellenbogenverletzung zugezogen, die ihn vorerst nicht weiterkämpfen lies.

Pio war zu fahrig im ersten Kampf, mit einer sehenswerten Fußfege haute ihm sein Gegner die Beine von der Matte und der Wechmarer Topathlet fand sich auf dem Rücken wieder. Jetzt kam das Glanzstück des Tages und zwar vorerst nicht auf der Tatami sonderm in den Köpfen der beiden U14 Sportler.

Beide wollten sich so nicht geschlagen geben, nachdem die gröbsten Schmerzen erst einmal vorrüber waren und anscheinend am Ellenbogen nichts ernsthaft verletzt war, entschloss sich Fabian wieder ins Geschehen einzusteigen und in der Trostrunde anzutreten. Pio holte sich noch einmal Mentale Unterstützung beim Heimtrainer Tobias Tejkl und LLZ Trainer Tony Stegmann. Als zweitplatzierter der Landesmeisterschaft war mehr drin, das spürte er.

Top motiviert gingen die beiden nun zur Sache, Fabian gelang ein lupenreiner Soto-maki-komi (Selbstfallwurf). Ansatzlos schoss er regelrecht in die Technik und schickte seinen Gegner aus dem Rennen. Pio gelang ebenso der erste Sieg mit einem schönen Ko-soto-gake (Fußwurf). So eilten beide regelrecht durch die Trostrunde und standen nun im Kampf um die dritten Plätze anspruchsvollen Gegnern gegenüber.

Pio musste noch einmal gegen den Gegner antreten der ihm im ersten Kampf von der Matte haute. Fabian traf auf den frischgebackenen Thüringer Landesmeister vom Kodokan Erfurt. Pio war nun besser auf die starken Fußwurfangriffe seines Gegners aus Sachsen eingestellt. Mit einem fantastischen Harai-goshi (Hüftfeger) hievte er den Sachsen fast einen Meter über die Tatami und landete einen sehenswerten Ippon. Fabian führte seinen Kampf taktisch sehr klug. Er spielte sein höheres Körpergewicht aus, bremste das hohe Tempo des Erfurters aus und lies keine Aktionen am Boden zu. Fast schon perfekt schoss er erneut in einen Soto-maki-komi und sicherte sich so wie schon vor ihm der Sportler von der SSG Wechmar die zweite Bronzemedaille in der über 60 Kilogramm Klasse.

Die beiden Trainingskameraden, Trainer und die mitgereisten Väter der beiden Judoka freuten sich natürlich enorm über ihren Erfolg. Für die beiden „schweren Jungs“ war es sicher ein Meilenstein in ihrer Entwicklung, mit mentaler Stärke und guter Technik haben sie ihr Potential gezeigt und somit in Schönebeck vorallem eine große Portion Selbstvertrauen getankt. (TT)

Bild Tejkl: links Fabian Meyer, rechts Pio Wittek „Das war echt geil! Wir haben es geschafft!“  Selbstbewusst zeigen sich die beiden Trainingskameraden nach ihrem Doppelerfolg um die dritten Plätze im Schwergewicht.