Den Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember nimmt das Kreisgesundheitsamt zum Anlass, um in Kooperation mit der Stadtverwaltung Gotha und zahlreichen Partnern eine Präventionswoche speziell für Jugendliche und Heranwachsende zu gestalten. Von Dienstag, 27. November, bis Donnerstag, 29. November, dreht sich zunächst in den Gewerblich-Technischen Berufsbildenden Schulen in der Kindleber Straße, dann in der Michaelisschule Ohrdruf und schließlich im Jugendzentrum Big Palais in der Gothaer Schäferstraße alles um die Themen Sexualität und Verhütung. Im Fokus stehen darüber hinaus Fragen aus dem Dunstkreis, etwa das Suchtpotenzial von Alkohol, Gewalt in Familien oder die Folgen von Cybermobbing über Soziale Netzwerke. Eingeladen sind die Schüler des gesamten Landkreises; mehr als 300 Mädchen und Jungen sind bereits für die Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden angemeldet. Für das Gelingen der Aktionswoche steuern die Oettinger Brauerei und die Drogeriemarktkette dm Sachspenden bei.
Dass AIDS auch in Thüringen ein Thema ist oder sein sollte, zeigt die aktuelle Schätzung des Robert-Koch-Instituts: Es geht von 450 Betroffenen im Freistaat aus, die Ende 2011 mit dem HI-Virus lebten bzw. bei denen die Krankheit AIDS bereits ausgebrochen ist. Rund 20 Personen sollen sich neu mit dem HI-Virus infiziert haben. Auf maximal fünf Personen taxt das Robert-Koch-Institut die Anzahl der Todesfälle 2011. Seit Beginn der Aufzeichnungen über die Krankheit sind in Thüringen etwa 70 Menschen an AIDS gestorben. Aufhorchen lassen sollte die Schätzung der Infektionswege: Bei rund 100 der 450 Betroffenen geht das RKI von einer Übertragung der Krankheit zwischen Heterosexuellen aus.






















