„Italiensehnsucht der Gothaer Herzöge – Antiken als Sammel- und Bildungsobjekt“

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Seit Jahren bietet der Freundeskreis Kunstsammlungen Schloss Friedenstein Gotha e. V. in den Wintermonaten die Reihe der Schlossgespräche an, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten stattfindet.

Anlässlich der Neueröffnung des Herzoglichen Museums stehen im Winterhalbjahr 2013/2014 das Museum und seine Sammlungen im Mittelpunkt der Vorträge.

Das 53. Gothaer Schlossgespräch am kommenden Donnerstag, 13. Februar 2014, 19 Uhr, widmet Uta Wallenstein, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, der Antikensammlung.

Seit dem 16. Jahrhundert versuchten europäische Fürsten, den antiken Hochkulturen auf mehreren Wegen näher zu kommen: vom literarischen Studium antiker Autoren über das Sammeln von Altertümern bis hin zur persönlichen Teilnahme an Ausgrabungen. Eine Reise nach Italien und die ernsthafte Beschäftigung mit antiker Kultur gehörten spätestens seit dem 18. Jahrhundert zum festen Bildungsprogramm bei den Kavalierstouren junger Adeliger. In zahlreichen Residenzen des Barock wurden antike Kunstgegenstände ebenso wie Aegyptiaca als Exotica bzw. Zeugnisse fremder und längst vergangener Kulturen gesammelt und meist in den fürstlichen Kunstkammern nach enzyklopädischen Gesichtspunkten zusammengestellt.

Der Vortrag geht vorrangig auf die Besonderheiten der Gothaer Sammlungsgeschichte ein. Darüber hinaus werden auch das persönliche Verhältnis der Herzöge zum Sammelgebiet der Antike und das bewusste Aufgreifen allgemeiner zeitgeschichtlicher Sammeltendenzen durch die Gothaer Regenten näher betrachtet.

Der Eintritt zu diesem Schlossgespräch ist wie immer frei, der Freundeskreis bittet jedoch um Spenden.

Foto: Herzogliches Museum Gotha, Antonio Chichi, Korkmodell der Cestiuspyramide in Rom, 3. Viertel 18. Jh
© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

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