Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena wartet weiter auf den Befreiungsschlag. Am Freitag verlor das Team von Interimstrainer Kurbjuweit bei Darmstadt 98 mit 0:3 und zeigte dabei auch über weite Strecken eine schwache Leistung. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet wie folgt über dieses Spiel:
„Jena musste neben den bereits angeschlagenen Maul, Schulz und Schmidt auch auf Simak verzichten. Der Mittelfeldspieler laboriert an einer Leistenverletzung und trat die Reise nach Darmstadt gar nicht erst an.
Das Spiel in der ersten Halbzeit zeigte deutlich, dass beide Mannschaften in der unteren Tabellenregion stehen. Kampf, Krampf und viele Fehlabspiele prägten die Partie. Dabei kamen die Gastgeber zunächst zu den besseren Schusschancen. In der sechsten Minute zog Hesser aus der Drehung ab und verfehlte das Jenaer Tor nur um Zentimeter. Nach einer knappen Viertelstunde wagte sich Jena erstmals vor der Tor der Gastgeber. Dabei zischte ein 28-Meter-Freistoß von Miatke nur knapp über den Kasten der „Lilien“. In der 17. Minute hatte das Kurbjuweit-Team Glück, dass Gaebler aus acht Metern nur den Pfosten traf und der Ball danach zurück ins Feld sprang. Danach plätscherte die Partie dahin, beide Mannschaften kämpften um spielerische Linie. Doch dann stand in der 36. Minute plötzlich Eckhardt frei vor dem Darmstädter Tor. Seinen Flachschuss aus spitzem Winkel konnte aber Darmstadts Keeper mit Fußabwehr klären.
Auch in der zweiten Halbzeit deutete nur wenig auf einen Sieg der Thüringer hin. Auch Darmstadt agierte weiterhin ängstlich. In der 60. Minute lag der Ball dann im Jenaer Tor. Steegmann reagierte am schnellsten und drückte die Kugel aus vier Metern in die Maschen. Nach dem Rückstand brach das Kurbjuweit-Team völlig auseinander. In der Abwehr taten sich größte Lücken auf. Die nutzten die Gastgeber: In der 72. Minute schlenzte Baier den Ball ins lange Eck zum 2:0 für die Darmstädter. Nur eine Minute später nutzten die Lilien erneut die Unordnung in der Jenaer Hintermannschaft. Steegmann netzte aus zwei Metern ein.
Lothar Kurbjuweit (Trainer Jena): „Der große Glücksbringer war ich heute nicht für den Verein. Das 0:3 klingt so fürchterlich klar, wir haben aber eine Stunde lang das Spiel völlig offen gehalten, was in unserer Situation nicht selbstverständlich ist. Bis zu Doros Fehler zum 0:1 – dann nahm das Spiel seinen Lauf. Das 0:3 ist für unsere Situation brutal. Trotzdem kein Vorwurf an Doro – man muss dem jungen Mann die Zeit geben. Wir müssen sehen, dass der Abstand zum rettenden Ufer bis zum Winter nicht allzu groß wird.“




















