Zwei Rennfahrer vom thüringischen Radteam Jenatec Cycling sind beim dritten Lauf der U23-Rad-Bundesliga, einem Straßenrennen über 183,2 km bei Cottbus, in einen Massensturz verwickelt worden. Dabei haben sie sich erhebliche Verletzungen zugezogen.
Der Unfall passierte etwa 30 Kilometer nach dem Start und erwischte die 30-köpfige Spitzengruppe, die zu dem Zeitpunkt einen Vorsprung von 3:30 Minuten hatte. „Wir hatten fünf Mann vorn“, schildert der sportliche Leiter Steffen Höblich das Renngeschehen. Mehrere Fahrer waren nahe dem Ortsausgang Rehndorf auf einen parkenden Audi A 6 auf der linken Fahrbahn geprallt. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit bei 60 Stundenkilometer konnten viele nicht mehr ausweichen. Weitere wurden mitgerissen. Insgesamt kamen zehn Sportler zu Sturz. Von Jenatec Cycling waren Thomas Reichardt (19) aus Bad klosterlausnitz und Patrick Renner (19) aus Gera, beide vom SSV Gera 1990, betroffen.
„Patrick zog sich am linken Unterarm und an der Hand starke Schnittverletzungen zu. Er fällt mindestens eine Woche aus. Thomas hat Schürfwunden, prellte sich Bein und Becken“, so Höblich weiter. Ein Fahrer vom Team Bergstraße musste sogar mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden. Sämtliche Rennen auf dem Rundkurs wurde nach dem Massensturz wegen der Arbeit der Rettungskräfte und der Polizei für etwa eine halbe Stunde unterbrochen.
Für die Rennfahrer von Jenatec Cycling gab Höblich später Entwarnung: Sie konnten das Krankenhaus wieder verlassen. Die 51. Fernfahrt des RK Endspurt Cottbus gewann Alexander Grad aus dem Team MLP. „Der Unfall war für uns richtig bitter. Unsere Jungs waren gut drauf und hatten sich schon am Anfang eine gute Position eingenommen.“, so Höblich. Jenatec Cycling beendete das Rennen mit drei Fahrern in einer großen Verfolgergruppe. Felix Rieckmann (19) vom RSC Jena mit Platz 23 und Eric Metzke (19) vom SSV Gera 1990 mit Platz 30. belegten die vordersten Plätze.
Mit dem Resultat bestätigte das Team seinen ein elften Platz in der Tagesmannschaftswertung.
Beim Zeitfahren in Spremberg am Tag zuvor landete der berufserfahrene Tobias Barkschat als bester Jenatec-Mann auf dem 27. Platz. Das Team hielt sich weiter auf dem ellften Rang. „Eine besseres Resultat war nicht zu erwarten, weil uns das für die Spezialdisziplin nötige Zeitfahrmaterial fehlt“, so Teamchef Thomas Barth.
Als nächstes geht das Team am 1. Mai beim internationalen UCI-Rennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ an den Start. Parallel tritt Erik Mohs in NRW bei einer internationalen Bahnveranstaltung im Madison und Punktefahren – seine Spezialdisziplinen. „Dort ist er auf sich selbst angewiesen und hat keine mannschaftliche Unterstützung“, so Barth. (df)






















