Mathematiker der Universität Jena organisieren vom 18.-24.9. internationale Tagung

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Jena (sh) Im Jahre 1986 verabredeten tschechische, finnische und Jenaer Mathematiker, gemeinsame Tagungen  zu organisieren, um sich auszutauschen und in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Trotz der Veränderungen, die wenige Jahre später die Welt bewegten und die vor allem für die Wissenschaftler in den ehemaligen Ostblockstaaten viele neue und unkomplizierte Kontakte bedeuteten, halten die Universitäten  Helsinki, Prag und Jena seither an dieser Kooperation fest. In regelmäßigen Abständen richtet eine der drei Universitäten im Wechsel eine Tagung aus.

In diesem Jahr organisiert die Forschungsgruppe „Funktionenräume“ des Mathematischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena die nunmehr 8. Internationale Konferenz „Function Spaces, Differential Operators, Nonlinear Analysis“ (FSDONA 2011). Vom 18. bis 24. September treffen sich 120 Mathematiker aus etwa 30 Ländern im thüringischen Tabarz. „Wir erwarten Gäste von allen Kontinenten, darunter viele aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum“, sagt Prof. Dr. Dorothee Haroske von der Universität Jena. „Mittlerweile haben sich so neben den  tschechischen und finnischen besonders enge Kontakte nach Spanien, Portugal, Frankreich, Polen, Russland, China und Japan entwickelt.“

Thematisch geht es in erster Linie um Grundlagenforschung und Theorie auf dem Gebiet der Partiellen Differentialgleichungen, Nichtlinearen Analysis und dem Jenaer Spezialgebiet der Funktionenräume. „Diese Konferenz ist wahrscheinlich die wichtigste Veranstaltung in diesem Bereich der Mathematik“, sagt Prof. Dr. Hans-Jürgen Schmeißer, Professor für Analysis an der Universität Jena und Leiter der Arbeitsgruppe „Funktionenräume“. „Wir versuchen trotz der theoretischen Ausrichtung immer wieder, die praktische Mathematik und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten einzubeziehen.“

Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 19.000 Euro geförderte Tagung dient auch dazu, dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform zur Kommunikation zu liefern. Die Arbeitsgruppe „Funktionenräume“ der Universität Jena gilt als eines der internationalen Zentren auf ihrem Gebiet. Immer wieder meldeten sich Nachwuchswissenschaftler bei ihnen, um beispielsweise eine Zeit lang in Jena forschen zu können, sagt Dorothee Haroske.

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