Nagelprobe in Nürnberg

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Trotz der nur relativ kurzen Anreise steht Science City Jena am kommenden Samstag vor einer beschwerlichen Fahrt in die Franken-Metropole Nürnberg. Das Team um Trainer Björn Harmsen trifft um 19.30 Uhr auf rent4office Nürnberg, gastiert in der Sporthalle des BBZ am Berliner Platz bei einem unbequemen Kontrahenten, der in dieser Saison mit Blick auf den Kader bisher deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Die mittlerweile von Benjamin Travnizek gecoachten Norisstädter – Trainer-Riese Martin Ides wurde nach einer Negativserie freigestellt – liegen derzeit auf einem eher unbefriedigenden 9. Platz der ProA, warten schon voller Ungeduld auf den Gast aus Thüringen, um sich für die im Hinspiel erlittene knappe 79:82-Niederlage zu revanchieren. „Wir gastieren bei einer sehr erfahrenen Mannschaft, die auch über viel individuelle Qualität verfügt“, sagt Jenas Trainer Björn Harmsen vor dem Schlagabtausch. „Man sollte nicht den Fehler machen und dieses Duell anhand der Tabellensituation beurteilen. Auch der Sieg aus der Vorrunde ist letztendlich nicht mehr als eine Momentaufnahme, da zu diesem Zeitpunkt wichtige Leistungsträger gefehlt haben, der Kader nachträglich noch mit Bingo Merriex ergänzt wurde“, sagt Hamrsen.

Während am 12.Oktober 2013 beim ersten Duell mit Ahmad Smith und Ronald Thompson noch zwei wichtige Nürnberger Korsettstangen fehlten, der erstligaerfahrene Flügelspieler Bingo Merriex das Team des Gastgebers seit Dezember 2013 verstärkt, bildet der fränkische Kader durchaus ein kompaktes Paket, welches eigentlich in der Lage wäre um den Aufstieg in die BBL anpeilen zu können. Dennoch folgte bei der sportliche Berg- und Talbahnfart von rent4office Nürnberg häufig mehr Schatten als Licht. Trotz erfahrener Leistungsträger wie Will Chavis, Wayne Bernard, Cornelius Adler oder Michael Fleischmann gelang es auch unter Travnizek nicht, der Saison mehr Konstanz zu verleihen.

„Mein Team steht in Nürnberg vor der Aufgabe, das Konzept unserer Basketball-Philosophie umzusetzen. Wir müssen schnell spielen, aggressiv und intensiv verteidigen und dürfen nicht den Fehler machen zu versuchen, das Tempo der Gastgeber anzunehmen“, blickt Harmsen auf die Nagelprobe. Science City Jena fährt personell vollzählig und ohne Verletzungssorgen an die Pegnitz.