Eine für den hiesigen Raum neue Betrugsmasche beim Online-Banking wurde erstmals angezeigt. Opfer wurde kürzlich ein junger Mann aus Weimar. Er verlor auf diese Art und Weise 6129 Euro.
Die Betrüger gaukeln mit einer Schadsoftware vor, dass auf das Konto ihrer Opfer versehentlich Geld überwiesen wurde. Der Kontoinhaber wird gebeten, dieses Geld zurück zu überweisen. Prüfen die Opfer ihre Kontoeingänge finden sie den Betrag tatsächlich als Gutschrift auf ihrem Konto vor. Die Schadsoftware gaukelt damit in der Umsatzanzeige die Gutschrift vor, die tatsächlich aber gar nicht eingegangen ist. Klickt der Kontoinhaber auf den Button „Retouren“, wird er direkt auf die Überweisung weitergeleitet. Die Schadsoftware füllt das Überweisungsformular automatisch mit den Empfängerdaten der Betrüger aus. Wenn der Kontoinhaber diese Überweisung absendet, überweist er von seinem Konto Geld an die Betrüger. Die neuen Sicherheitsverfahren können hier nicht greifen, da der Kontoinhaber selbst überweist.
Das Bundeskriminalamt rät:
„Sollten Sie eine derartige Meldung auf Ihrem Computer erhalten, tätigen Sie keinesfalls die angeforderte Rücküberweisung und wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle. Der benutzte Rechner ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Schadsoftware infiziert.
Generell gilt: Halten Sie den Update-Status ihres Betriebssystems und Ihrer genutzten Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand. Dies erhöht die Chancen, dass es erst gar nicht zu einer Infektion mit der Schadsoftware kommt.
Vorsichtig sollten Nutzer auch bei unbekannten Links oder Dateianhängen in E-Mails sein. Dahinter können sich Schadprogramme sowie infizierte oder gefälschte Webseiten verbergen.“






















