Pidde zu Gast in Friedrichroda

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„Ihre obligatorischen 100 Tage im neuen Amt als Schulleiterin hat Sylvia Ullrich mit Bravour gemeistert“, ist das Fazit von Dr. Werner Pidde nach seinem Besuch in der Regelschule „Helene Lange“ Friedrichroda.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Besuchs des SPD-Landtagsabgeordneten war die Frage der Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin. Seit diesem Schuljahr arbeitet Karolin Engelke als Schulsozialarbeiterin an dieser Schule. „Vor Ort und damit bekannt zu sein und den Schülern und Lehrern als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, ist für meinen Job enorm wichtig“, sagt die junge Frau. Ihre Hilfe wird von den Schülern genau so in Anspruch genommen wie von Lehrern oder Eltern, unter denen es etwa bei der Beurteilung des Kindes auch schon mal zum Streit komme. „Die Schüler haben keine Berührungsängste zu mir zu kommen“, berichtet Engelke. Die Probleme und Sorgen seien sehr unterschiedlich und gingen vom „kleinen“ Zwist unter Mitschülern bis hin zu komplexen Streitigkeiten in der Klasse. Auch bei Konflikten mit Lehrern oder im Elternhaus ist sie als Vermittlerin gefragt. Gemeinsam mit der Schulleiterin arbeitet sie gerade ein Konzept mit speziellen Angeboten für die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag aus.

Aktuell lernen rund 260 Mädchen und Jungen an der Regelschule Helene Lange in Friedrichroda. Davon nehmen mindestens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler regelmäßig an der Schulspeisung teil. Die Mittagsmahlzeiten kommen von der Firma Enjoy aus Ohrdruf. Diese hat speziell für Schulen und Kindertagesstätten einen eigenen Menüplan entwickelt, der von den Kindern auch gut angenommen wird. „Weitere Gründe für die rege Teilnahme an der Mittagsversorgung sind sicher auch die unterschiedlichen Pausenzeiten für die „Kleinen“ und „Großen“ sowie unser schön gestalteter Speisesaal“, hebt die Schulleiterin hervor.

Mit dem Erweiterungsbau, der im Jahr 2011 eingeweiht wurde, finden die Regelschüler in  Friedrichroda optimale Lernbedingungen vor. „Hier im Neubau stimmt einfach alles“, äußert sich Ullrich auf die hervorragenden Gegebenheiten. Vier Klassenräume, zwei Kursräume, drei Vorbereitungsräume sowie Haustechnikräume, eine Bibliothek und ein Archiv, der Speisesaal, die Verwaltungsräume für die Schulleitung sowie barrierefreie Sanitärbereiche sind hier entstanden.

Für das Hauptgebäude hat sie dennoch ein paar Wünsche an den Politiker. So befinden sich in einigen Klassenräumen noch Deckenbeleuchtungen aus tiefen DDR-Zeiten, ebenfalls die Waschbecken mit „historischen“ Armaturen. „Hier besteht dringender Änderungsbedarf“, räumt sie beim Besuchsende ein.

Die in Friedrichroda beheimatete Sylvia Ullrich ist seit vielen Jahren als Lehrerein an der hiesigen Regelschule tätig gewesen und hat seit Dezember des letzten Jahres die Ämter ihres Vorgängers Jürgen Kehl, der in den Ruhestand gewechselt ist, übernommen.

Ines Gimm
Pers. Referentin

(Bild: Diskussionsrunde mit Schulleiterin Sylvia Ullrich, Landtagsabgeordneter Dr. Werner Pidde und Schulsozialarbeiterin Karolin Engelke)