Radis“chen“ geerntet – 1. Heimsieg für die Hornets

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Nun ist es endlich soweit, denn in Gotha im Ernestinum konnte man gestern Abend den 1.Heimsieg der Mitteldeutschen Oberliga feiern. Aber so deutlich, wie das Ergebnis mit 27:21 am Ende aussah, war es dann doch nicht.

Das Postitivste an diesem Tag, ausser dem Ergebnis natürlich, war, dass unsere Aussen sehr selbstbewußt aufgetreten sind. So wurde Björn Hader mit 7 Toren sogar der Topscorer der Hornets. Auch Qendrim Alaj trug mit 2 Toren zum Sieg bei. Wie selbstbewußt die Beiden waren zeigte auch, dass Alaj sich den Ball zum 7-Meter nahm und sicher verwandelte. Als Sebastian Hofmann den den Schlußtreffer zum 27:21 erzielte, feierte die fast vollbesetzte Halle die Hornets nach einem wichtigen und emotionsgeladenen Kampfsieg!

Die Hornets hatten sich viel vorgenommen, um gegen den direkten Tabellennachbarn aus Radis, die Schlappe gegen Ziegelheim wieder wettzumachen. Unter den Augen des Präsidenten des Thüringer Handballverbandes gelang das auch , jedenfalls vom Ergebnis her. An dieser Stelle ein Dankeschön an die zahlreichen Gästefans aus Radis, die ein faires und stimmungsvolles Publikum waren!

Die Hornets gingen mit 1:0 in Führung, dann nach dem Ausgleich erneut mit 2:1, bevor ein 4:0 Lauf der Gäste das 2:5 brachte. Hauptgrund dafür war, dass erneut die klarsten Chancen nicht genutzt wurden. Beim Stand von 7:10, dann zur rechten Zeit, ein 4:0 Lauf für die Hornets und die 11:10 Führung. Die Emotionen waren zu diesem Zeitpunkt schon sehr hoch, vor allen Dingen beim heimischen Publikum, dass sich durch die Unparteiischen sehr benachteiligt fühlte. Das sollte sich aber nach der Halbzeit ausgleichen, in die es mit dem 12:12 gerechter Weise ging.

Es wurde nun ein wahres Hin und Her, mit einem überragenden Florian Schneegaß im Tor der Hornets, der mit seinen Paraden den Grundstein für den 1.Heimsieg der lfd. Saison legte. Nur einmal noch zogen die Gäste auf 2 Tore davon, hauptsächlich aber durch teilweise haarsträubende Abspielfehler oder verlorene Bälle der Hornets begünstigt. Mit einem gehaltenen Siebenmeter durch Florian Schneegaß wurde dann die Wende eingeläutet. Aus einer erneut starken Abwehrleistung heraus, wurden nun die Chancen im Angriff genutzt und der Vorsprung konsequent ausgebaut. So gab es nach dem 15:15 erneut einen 4:0 lauf der Hornets zum 19:15!

Die Gäste schienen sichtlich beeindruckt, wovon auch heftige Wutausbrüche untereinander zeugten. Trainer Ralf Stojan musste einige Mal seine Spieler lautstark zur Ordnung rufen.

Faier Weise muss man an deser Stelle aber auch sagen, dass doch einige deftige Fehlentscheidungen der beiden Unparteiischen viel Unruhe brachten. Stojan sagte so auch in der abschließenden Pressekonferenz, dass wenn der Sieg knapp ausgefallen wäre, er normalerweise einige Worte zu den Schiedsrichtern verlieren müsse, es aber auf Grund der Deutlichkeit des Sieges, an dem sportlichen Erfolg der Hornets nichts zu deuten geben.

Die Hornets hielten nun immer mit einen 4-5 Tore Vorspung fest und konnten so am Ende den verdienten Sieg feiern. Einzigstes Manko, die wieder sehr hohe Quote an technsichen Fehler und dadurch ausgelassenen Chancen, die das Ergebnis wesentlich deutlicher hätten gestalten müssen. Unser Prunkstück ist die Abwehr, wie man auch der Tabelle entehmen kann, denn, da haben die Hornets in den bisherigen 7 Spielen die wenigsten Gegentore bekommen.

Spieler des Tages waren für mich erneut der bärenstarke Florian Schneegaß und Björn Hader.

In einer Woche geht es gegen den Aufstiegsaspiranten aus Halle, der in Oebisfelde seine erste Niederlage der lfd. Saison hinnehmen mussten. Halle hat mit 230 Toren den besten Angriff der Liga, mit 211 Gegentoren, allerdings auch eine der schwächsten Abwehrreihen. Nur Ziegelheim ist noch schlechter.

Hornets: Schneegaß, Hader (7/0), Trenkelbach(3/0), Hofmann (1/0), Lämmerhirt (3/0), Kaufmann (1/0), Stötzner (2/0), Behling (0/1), Winner (4/0), Q.Alaj (1/1), Juhnke (2/1)

Autor: Dietmar Elsner