Sonniges Aussichten für Science City

0
1148
Fliesenstudio Arnold

Am Ende gab es ausreichend Grund um zu Strahlen. Das spätsommerliche Wetter passte, die an beiden Tagen jeweils 300 Zuschauer waren hochzufrieden und auch der sportliche Aspekt des Playoff-Kandidaten aus Jena darf optimistisch auf den Saisonstart blicken lassen.

Mit zwei Siegen gegen Sandersdorf und Leipzig hielt sich Science City Jena trotz personeller Ausfälle beim bibop-baskets-Saisonauftakt in Lobeda-West schadlos, setzte vor allem mit dem deutlichen 86:58-Erfolg gegen die Messestädter ein Ausrufezeichen.

Nachdem das Eichler-Team am Samstag gegen die Sixers aus Sandersdorf antrat, am Ende gegen den ambitionierten Drittligisten knapp mit 79:76 die Oberhand behielt, zerlegten die Thüringer nur einen Tag später den ProA-Aufsteiger aus Leipzig. Während Neuzugang Sanijay Watts (Handverletzung) an beiden Tagen fehlte, Kenny Barker (Adduktorenprobleme) ebenfalls am Samstag aussetzen musste, überzeugten die Saalestädter mit erfrischendem Offensiv- und Mannschaftsbasketball erwiesen sich auf in der Verteidigung gallig. Oft wurde der Extra-Pass gesucht, meist der passende Mitspieler gefunden.

Ein ausgeglichener Statistikbogen bei der Punkteverteilung belegt die Spielfreude des von Lee Jeka (8 Assists) glänzend in Szene gesetzten Teams. Auch am Sonntag trat Science City gleich zu Beginn kräftig aufs Gaspedal. Schnell auf 8:2 enteilt, sahen sich die Leipziger Uni-Riesen durchgängig in einer aussichtslosen Verfolgerrolle. Nachdem Lee Jeka aus der Distanz zum 32:18 (13.) den Ball durch die Reuse rutschen lies, Kenny Barker ebenfalls per Dreier noch vor der Halbzeit auf 42:20 (17.) erhöhte, machte sich im Kader der Sachsen erste Enttäuschung breit.

Bis zum Schlusspfiff sollte sich an diesem Zustand dann auch nichts mehr ändern. Beim 77:47 (34.) durch einen Freiwurf von Aurimas Adomaitis erstmals die 30-Punkte-Differenz-marke geknackt, lies Jena das ungleich Duell bis zum Schlusspfiff austrudeln.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Verteidigung gegen Leipzig. Wir haben sehr viel Druck aufbauen können, sollten den Sieg dennoch nicht überbewerten. Hinsichtlich des Wochenendes kann ich ein sehr positives Fazit ziehen. Wir haben neben den beiden Spielen auch etliche Erkenntnisse gewonnen und sind, auch wenn noch genügend Arbeit bleibt, bereits auf einem gutem Weg“, sagte Science-City-Trainer Georg Eichler nach dem siegreichen Wochenende.

Völlig gegensätzlich äußerte sich ein nach der Klatsche seines Teams noch konsternierter Leipziger Coach, Dr. Ivan Vojtko. „Diese Partie hat klar gezeigt, dass wir mit einem Drittliga-Kader keine 2.Liga spielen können. Neben der individuellen Qualität fehlt eigentlich auch alles andere, um in der ProA bestehen zu können“, fiel Bilanz des Slowaken mehr als ernüchternden aus. Neben den Zuschauern sah auch Trainer Georg Eichler trotz des Klassenunterschiedes in Sandersdorf (ProB) den stärkeren Kontrahenten im Verlauf der bibop-baskets.

Punkteverteilung SCJ:

gegen Sandersdorf: Roquette 17, Adomaitis 15 (15 Rebounds), Schwartz 13, Jeka 11, Krumbeck 7, Peric 6, Reyes-Napoles 5, Strauß 5, Mayr

gegen Leipzig: Roquette 22, Barker 15, Adomaitis, Jeka 9, Schwartz 7, Peric 7, Reyes-Napoles 5, Strauß 5, Krumbeck 1, Mayr