Kulturelle Vermittlung ist eine der Kernaufgaben der Museen. So vielfältig die Ausstellungsobjekte, Museumsinhalte und Fragestellungen, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, im Museum Kunst und Kultur kennen und schätzen zu lernen. Museen sind ideale Orte, um ein breites Publikum an kultureller Bildung teilhaben zu lassen. Doch wie funktioniert die Aneignung kultureller Bildung in Museen?
Die Konferenz nationaler Kultureinrichtungen (KNK) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Vermittlungsformen und Aneignungsprozesse kultureller Bildung in Museen in ihrer ganzen Breite zu untersuchen. Seit 2008 wird in der Tagungs- und Workshopreihe „Das Museum als Laboratorium kultureller Bildung“ dieser Fragenkomplex beleuchtet.
Die Konferenz nationaler Kultureinrichtungen, der die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha als Gast angehört, ist ein Zusammenschluss von mehr als zwanzig über die Landesgrenzen hinaus wirkenden Institutionen aus den neuen Bundesländern. Die Gründung der KNK geht auf das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien initiierte Blaubuch zurück, das national bedeutende „kulturelle Leuchttürme“ ausweist. Die KNK bildet seit 2002 ein Forum für den inhaltlichen Austausch und für ökonomische Fragestellungen zur Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes.
In diesem Jahr finden zwei KNK-Workshops im Rahmen der Reihe „Das Museum als Laboratorium kultureller Bildung“ statt: Am 24./25. November wird in den Franckeschen Stiftungen unter dem Titel „Franckes Welt“ das Museum als „außerschulischer Lernort“ diskutiert. Und bereits am 27. September findet auf Schloss Friedenstein in Gotha unter dem Titel „Spaß mit Ernst“ ein Workshop zum Thema Museumsarbeit mit Kindern und Erwachsenen aus bildungsfernen Schichten statt.
Der Workshop „Spaß mit Ernst“ am Dienstag, 27. September 2011 (ca. 10-17 Uhr), beschäftigt sich – ausgehend von den bedeutenden Bildungsreformen Ernsts I. von Sachsen-Gotha (1601-1675) – mit der Frage, wie Museen bildungsferne Schichten besser erreichen können. Dabei werden die Möglichkeiten diskutiert, mit denen man diese Gruppen für das Museum und seine Lernmöglichkeiten dauerhaft begeistern kann. Für dieses brisante Thema konnten eine Reihe von interessanten Referenten gewonnen werden.
Nach zwei Einleitungsreferaten zum Thema des Workshops durch Ludwig Ziesche M.A. vom Museumspädagogischen Zentrum München und Susanna Kovács, der Leiterin des Kinderkreativzentrums Krokoseum der Franckeschen Stiftungen Halle, wird Dr. Martin Eberle, Direktor der die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, einen Erfahrungsbericht zur museumspädagogischen Arbeit mit sozial benachteiligten Gruppen im jungen Erwachsenenalter liefern. Die sich anschließende Podiumsdiskussion vereint dann neben den genannten Referenten Frau Astrid Cramer als Leiterin des Schul- und Jugendamtes der Stadt Gotha, Frau Dr. Margarete Schweizer, die bei der Kulturstiftung der Länder für den Kulturwettbewerb „Kinder zum Olymp!“ verantwortlich zeichnet sowie Frau Michaela Ortmann vom Bildungswerk Gotha. Moderieren wird Dr. Martin Eberle.
Die Veranstaltung in den Verwaltungsräumen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha steht interessierten Besuchern offen und ist kostenfrei, doch wird eine Voranmeldung unbedingt erwartet. Ansprechpartnerin hierfür ist Museumspädagogin Gabriele Roth (Tel. 03621 / 8234-0, E-Mail: roth@stiftung-friedenstein.de).






















