Der Erfurter Stadtrat will auf seiner Sitzung am Mittwoch über das Juryverfahren für den geplanten Bau einer Multifunktionsarena abstimmen. Gesucht wird ein sogenannter Generalübernehmer, der für Planung und Bau der Arena zu einem vertraglich fixierten Gesamtpreis verantwortlich ist.
Die Vorlage der Verwaltung sieht eine mehrstufige und anonymisierte Entscheidungsfindung mit einem beratenden Expertengremium und der eigentlichen Jury vor. Das Expertengremium berät die Jury in fachlichen Fragen und soll u. a. aus Vertretern der Fachämter, des Erfurter Sportbetriebes, des Institutes für Sportstättenbau sowie zwei Sachverständigen bestehen.
Der Jury gehören sieben stimmberechtigte und neun nicht stimmberechtigte Mitglieder an, die in den Jurysitzungen in offener Aussprache ihre Eindrücke diskutieren. Die Bewertung über eine Punktevergabe ist den stimmberechtigten Mitgliedern vorbehalten.
Zahlreiche Kriterien
Insgesamt stehen die bereits aus der Auftragsbekanntmachung bekannten Kriterien Architektur, städtebauliche Lösung, Aufenthaltsqualität, Energiekonzept und Bauablauf mit jeweiligen Unterkriterien zur Bewertung. Das Kriterium ‚Kosten und Pauschalierung‘ ist davon ausgenommen. Hier erfolgt eine Einschätzung durch das Institut für Sportstättenberatung, deren Ergebnis der Jury zur Kenntnis gegeben wird.
Als stimmberechtigte Mitglieder sind drei renommierte Architekten, der Gestaltungsbeiratsvorsitzende, der Oberbürgermeister, ein Vertreter des Erfurter Sportbetriebes sowie der Betreiber einer vergleichbaren multifunktionalen Arena vorgesehen. Zu den neun nicht stimmberechtigten Mitgliedern gehören u. a. Vertreter der Fachausschüsse des Stadtrates sowie öffentliche Personen aus den Bereichen Sport und Kultur.
Drei Runden
Das gesamte Verfahren besteht aus drei Angebotsrunden, in denen ab Februar bis zum Mai 2014 aus den maximal sieben Teilnehmern der beste Bieter ermittelt wird. Die Entscheidung wird abschließend dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Nach den aktuellen Planungen der Verwaltung soll im Sommer des kommenden Jahres die Vergabe an den Generalübernehmer erfolgen.




















