Im Gespräch mit Maya Heß (Foto), der Geschäftsführerin der KulTourStadt Gotha GmbH, über die Frage, warum nicht alle Tierpark-Jahreskartenbesitzer kostenlos ins Gothaer Stadtbad können – ein Interview von Andrea Fanselau.
Frau Heß, warum können nicht alle Jahreskarteninhaberinnen und -inhaber des Tierparks das Stadt-Bad Gotha kostenfrei nutzen?
Die Möglichkeit, das Stadt-Bad kostenfrei zu besuchen, ist ein Ausgleichsangebot für die Besucherinnen und Besucher, die ihre Jahreskarte unmittelbar vor Beginn der baubedingten Einschränkungen im Tierpark gekauft hatten. Diese Regelung betrifft ausschließlich Karten, die zwischen Juli und Oktober 2025 erworben wurden.
Da sehr viele Menschen eine gültige Tierpark-Jahreskarte besitzen, wäre eine Ausweitung des Angebots auf alle bestehenden Karten organisatorisch nicht leistbar und würde zudem die Kapazitäten des Stadt-Bads übersteigen.
Einige Gäste fragen, ob ihr früherer Kartenkauf damit weniger wert sei. Wie reagieren Sie auf diesen Eindruck?
Zunächst: Die Entscheidung bedeutet keinerlei Abwertung früher erworbener Jahreskarten. Wir haben größten Respekt vor den vielen Stammgästen, die den Tierpark seit Jahren unterstützen.
Die Kooperation mit dem Stadt-Bad ist jedoch ein spezifisches Ausgleichsangebot, kein allgemeiner Zusatznutzen für alle Jahreskarten. Um das Angebot verantwortungs- voll abzusichern, mussten wir den Kreis der Berechtigten klar definieren. Diese Abgrenzung ist notwendig, aber sie soll niemandem das Gefühl geben, benachteiligt zu sein.
Wie kam es dazu, dass in Medien und online zeitweise ein anderer Eindruck entstand?
Die erste Berichterstattung beruhte auf einer frühen Presseinformation, in der der konkrete Zeitraum der Anspruchsberechtigung noch nicht im Detail ausgeführt war. Diese Angaben wurden anschließend präzisiert und über unsere offiziellen Kanäle veröffentlicht.
Wir bedauern, dass dadurch Verwirrungen entstehen konnte. Rückmeldungen wie die von betroffenen Gästen helfen uns sehr dabei, unsere Kommunikation weiter zu schärfen und solche Missverständnisse künftig zu vermeiden.
Dieser Artikel erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 12 (2025)




















