Im Rahmen einer Gasthörerschaft kann jeder Interessierte für 5,- € an einem Vortrag der Seniorenakademie, für welche die Teilnehmerausweise sehr schnell vergriffen waren, teilnehmen.
Der nächste Vortrag findet am 17.03.2014, 10 Uhr im Kulturhaus statt. Dort gibt es genügend freie Plätze, die im Rahmen von Gasthörerschaften noch vergeben werden können. An diesem Vormittag wird die Thüringen Philharmonie Gotha unter der Leitung von Juri Lebedev die Sinfonie Nr. 6 F-Dur, die sogenannte „Pastorale“, von Ludwig van Beethoven präsentieren. Im ersten Teil der Veranstaltung wird den Zuhörern das berühmte Werk anhand von Beispielen und Informationen durch Christian Mall, dem Moderator der Veranstaltung, vorgestellt. Nach einer Pause wird dann die gesamte Sinfonie erklingen.
Für Ludwig van Beethoven waren die Besuche und Ausflüge in das Wiener Umland und die damit verbundenen Aufenthalte in der Natur eine wichtige Erholung vom städtischen Leben und gleichzeitig eine Quelle der musikalischen Inspiration. So schrieb er am 27. Mai 1813, nachdem er mal wieder auf dem Land angekommen war, an den Erzherzog Rudolph „dass die herrlichen Naturschönheiten, die schönen Umgebungen von hier mich wieder ins Geleise bringen werden, und eine doppelte Beruhigung wird sich meiner bemeistern“.
Und diese heiteren Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande charakterisieren auch den Tonfall der bereits in den Jahren 1807/1808 entstandenen sechsten Sinfonie, die bis heute unter dem Namen „Pastorale“ bekannt ist. Und obwohl die einzelnen Sätze doch recht konkrete Programme benennen, legte Beethoven dennoch größten Wert darauf, dass die zu erlebenden Klänge mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei seien. Für das Publikum allerdings schmälert diese Unterscheidung bis in die Gegenwart hinein nicht den Reiz der doch recht illustrativen Musik. Und so fasziniert das Murmeln des Bachs im zweiten Satz die Zuhörer bis heute genauso wie das Gewittergrollen nach dem Fest der Bauern oder der hymnische Abschluss der Sinfonie, der fast wie ein einziges großes Einatmen in der wohltuenden Frische eines Tages im Freien wirkt.
Es lohnt sich, auf gut Glück in das Kulturhaus zu kommen, denn die Erfahrungen aus den vergangenen Vorträgen und Jahren haben gezeigt, dass immer mindestens 100 Plätze frei sind, die dann von Gasthörern genutzt werden können.





















