Vorsicht, fränkisches Dauerfeuer!

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Bereits zwei Begegnungen liegen hinter Jenas Basketballern. Ein Spiel fehlt noch, um für Science City die englische Saison-Auftaktwoche in der ProA zu komplettieren. Am Sonntag gastiert das Eichler-Team am Berliner Platz, trifft in der Halle des BBZ ab 17.00 Uhr auf den gastgebenden Nürnberger BC. Die Franken rangieren nach einem 97:91-Heimsieg gegen Cuxhaven zum Saisonstart sowie der knappen 94:95-Niederlage am letzten Sonntag in Kirchheim auf dem fünften Tabellenrang, spielen unter der Federführung ihres Trainer-Neulings Martin Ides erfrischenden Offensivbasketball.

Der NBC erzielte an den beiden ersten Spieltagen die meisten Körbe der gesamten Liga und genau da will Jenas Trainer Georg Eichler am Sonntag ansetzen. „Die Nürnberger vereinen viel Qualität in ihrer Startaufstellung, leben in erster Linie von ihrer Offensive. Ähnlich wie bei dem Sieg gegen Karlsruhe muss es unser Ziel sein, die Schützen des NBC aus der Partie zu nehmen und ihnen nur schlechte Würfe zu gestatten. Eine Schlüsselrolle werden hierbei erneut die Rebounds bilden. Wenn es uns gelingt die Bretter und das Tempo zu kontrollieren haben wir sehr gute Chancen das Parkett als Sieger zu verlassen“.

Vorsicht, fränkisches Dauerfeuer – während die Nürnberger bisher den schier unglaublichen Durchschnittswert von 57 Prozent ihrer Distanzwürfe versenken konnten, steht und fällt das Spiel des NBC mit der Spielgestaltung von Ausnahmeakteur Tyrone Brazelton (22,5 Pkt. 8 Ass). Der 26-Jährige kennt Deutschland bereits von einem kurzen Gastspiel bei den Eisbären Bremerhaven (2010/2011), war in der letzten Saison für die Erie Bay Hawks in der us-amerikanischen NBA-Entwicklungsliga aktiv. Zuvor vervollständigten zwei Stationen in Polen (Gdyna, Slupsk) die europäische Vita des Nürnberger Dreh- und Angelpunktes. So sammelte Brazelton u.a. mit Gdynia schon wertvolle Spielzeit in Europas Königsklasse, der Euroleague.

Neben dem gefährlichen Aufbauspieler gehören gleich zwei Ex-Weißenfelser zum Start-Quintett des NBC. Center Ronald Thompson und „Power-Zwerg“ Will Chavis trugen bereits beide das Trikot der Wölfe. Die aus Jenaer Sicht wohl spannendste Personalie spielt mit Ryan DeMichael bei den Gastgebern auf der 4, der Position des großen Flügels. Der ehemalige Jenaer Kapitän sorgte in der letztjährigen Partie bei den Franken kurz vor Spielende für die Vorentscheidung zu Gunsten seines Teams, darf auch am Sonntag nicht unterschätzt werden. Zum Thema „unterschätzen“ fällt bei Georg Eichlers Analyse des nächsten Gegners auch der Name Luke Fabrizius. „Auch wenn er bisher noch keine verwertbaren Statistiken liefern konnte, kann er jederzeit der Begegnung seinen Stempel aufdrücken“.

Unterdessen gibt es im Kader von Science City Jena glücklicherweise keine Ausfälle zu beklagen. Alle Akteure aus dem Sieg gegen Karlsruhe sind gesund, fit und hochmotiviert, wollen am Sonntag in der Lebkuchenstadt nachlegen. „Wir wollen die Nürnberger bei einem tiefen Punktestand halten damit unser Team nicht unter Zugzwang gerät offensiv produzieren zu müssen“. Was im Ansatz zugegebenermaßen recht plausibel klingt, wird den Thüringern am Sonntag gegen offensivstarken Hausherren mit Sicherheit alles abverlangen.