Zwischen Laubmännchenfest, Kirmes und Cannstatter Wasen

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Fliesenstudio Arnold

Nach dem Jubiläumsjahr 2012 mit doppeltem Schwung, neuen Mitglieder, drei neuen Gruppen und tollen Ideen in ein Jahr zwischen Laubmännchenfest, Kirmes und Cannstatter Wasen

Bach-Stammort Wechmar: Kaum ein Platz blieb leer, als sich die Mitglieder des Wechmarer Heimatvereins trotz grimmiger Kälte draußen in ihrem wohlig-warmen Landhaus Studnitz zur Jahreshauptversammlung trafen. Bevor 1.Vorsitzender Knut Kreuch den Bericht des Vorstandes abstattete, erhoben sich die Mitglieder zum Gedenken an die verstorbenen Freundinnen und Freunde, wobei Ehrenvorstand Lothar Hartung und dem Gründer der Oettinger Brauerei Günther Kollmar besonders gedacht worden ist.

Auf achtundsiebzig große und kleine Aktivitäten im Jahresverlauf, ohne die Proben der Trachtentanzgruppe, des Chores oder der Studnitztänzer, konnte Vereinschef Knut Kreuch im 30.Jubiläumsjahr zurückblicken und bescheinigte seinem Verein damit eine vorbildliche Aktivität. Trotz Kampf am Arbeitsplatz, Sorge um die Höhe der Rente oder den Ausbildungsplatz, schulischen Stress der Jugend, Verpflichtung in verschiedenen Vereinen haben die Mitglieder wieder bewiesen, dass ihr Herz für den Heimatverein schlägt.

Besondere Wertschätzung erfuhren im vergangenen Jahr Anita Liebezeit und Grit Schack, die für ihr vorbildliches Engagement mit dem Ehrenbrief der Thüringer Ministerpräsidentin ausgezeichnet worden sind. Bei so vielen Aktivitäten schien fast klar, dass dem Vorstand einstimmige Entlastung erteilt worden ist, denn auch Schatzmeisterin Anita Liebezeit konnte durch Bericht der Revisoren Wolfgang Krause und Anita Volkenanndt eine meisterhafte Buchführung bestätigt werden.

Aktivitäten im Jahr 2013

Für 2013 ist viel geplant. So beginnt der Veranstaltungsplan bereits am 23. März, 17 Uhr mit der Ausstellungseröffnung „Europa unter der Haube“ im Landhaus Studnitz. Es folgt am 19. April 2013 das Festkonzert im Landhaus zum 400.Geburtstag von Johann Sebastian Bachs Großvater, Christoph Bach, der am 19. April 1613 in Wechmar das Licht der Welt erblickte. Die Gruppe „Fracksausen“ aus Erfurt wird ein abwechslungsreiches Konzert gestalten.

Am 5. Mai sind Schüler aus Moskau in Wechmar zu Besuch, vier Tage später fährt der Chor des Vereins nach Frankreich zu einer Konzertreise und am Freitag vor Pfingsten, dem 17. Mai, ist das 17.Wechmarer Laubmännchenfest.

Natürlich sind die Wechmarer mit dabei, wenn der Thüringer Landestrachtenverband zur 50.EUROPEADE vom 17. bis 21. Juli nach Gotha einlädt, sie werden bereits am Mittwoch im Programm und am Samstag in der Europa-Parade mit dabei sein. Ende September planen die Wechmarer einen Ausflug zum Cannstatter Wasen mit Teilnahme am großen Festumzug. Nach dem Münchner Oktoberfest ist dieses Fest das Größte seiner Art in Deutschland. Durch die Fernsehübertragung werden die Wechmarer wieder glücklich strahlende Botschafter ihrer Region sein.

Das Jahr beschließt die doppeldeutige Ausstellung „Unser Wechmar – der weltweit bekannte Botschafter“, die nicht für den Ort, sondern zu Ehren des 90.Geburtstages von Rüdiger Freiherr von Wechmar ausgerichtet wird. Advent ist im Bach-Stammort eine ganz besondere Zeit, am ersten Wochenende findet der 9.Wechmarer Weihnachtsmarkt und am letzten Wochenende die 4.Thüringer Dudelsackweihnacht statt.

Neue Gruppen im Verein

Der Wechmarer Heimatverein ist immer wieder für Überraschungen gut. Neben seinen bereits bestehenden Gruppen (Studnitztänzer, Mundartschwätzer, Trachtentanzgruppe, Volksschauspiel, Chorgesang, Handwerk, Chronik) hat er in diesem Jahr drei neue Gruppen ins Leben gerufen. So übernahm Aniela Liebezeit die Leitung einer Gruppe „Schauspiel“, die während der vierjährigen Pausen zwischen den Veit-Bach-Festspielen, das Theater- und Volksschauspiel pflegen wird. Zum ersten Male zu erleben sind die begeisterten Schauspieler zum 1.Wechmarer Landhaus-Theater am Samstag, dem 7. September 2013, um 18 Uhr.

Kreatives Gestalten ist in, das hat sich auch die Kunsterzieherin Anette Weber gesagt und rief einen Arbeitskreis gleichen Namens ins Leben, der sich alle vierzehn  Tage donnerstags im Landhaus Studnitz trifft, um alte Handwerks- und Kunsttechniken zu erhalten. Dazu gehören der Scherenschnitt, die Ostereiergestaltung, die Falt- und Klebetechniken usw.

Die dritte neue Gruppe hat Kirmesvater Wolfgang Herz begründet. Nachdem der Heimatverein vor zwei Jahren erstmals wieder die historische Wechmarer Kirmes ins Leben rief, haben sich elf Jugendliche entschieden, dem Beispiel von Michael Schack zu folgen, der seit 15 Jahren Mitglied ist, und sind geschlossen dem Wechmarer Heimatverein beigetreten, um alljährlich die Wechmarer Kirmes durchzuführen.

Bis zum 5. und 6. Oktober 2013 ist noch einige Zeit, doch die Jugendlichen Tim Dreßler, Isabell Müller, Maria Markmann, Chris Ludwig, Sebastian Nagel, Linda Ullrich, Vivien Hagen, Lisa Barth, Michelle Czapp, Daniel Koch und Katharina Hagen wollen bis dahin nicht nur Volks- und Kirmestänze einstudieren, sie werden den Verein auch bei der 50.EUROPEADE und beim Laubmannchenfest tatkräftig unterstützen.

Ein neues Mitglied darf natürlich nicht fehlen. Offiziell ist nun auch der zwölfjährige David Mäder, Sohn von Annett Mäder und Vize-Chef Wolfgang Herz, dem Verein beigetreten. David faszinierte die Zuschauer bereits durch seine eigenwillige Darstellung des Freiherrn von Plessen während der Veit Bach Festspiele und folgt nun den Spuren seines Papas, der ebenfalls damals 12 Jahre alt, zum Mitbegründer des Vereins geworden ist.

Ehrungen

Anlässlich seines 30jährigen Bestehens hat der Wechmarer Heimatverein e.V. die „Hans-Adam-von-Studnitz-Medaille“ gestiftet. Träger der alle fünf Jahre verliehenen Auszeichnung können Mitglieder des Vereins werden, die mindestens zwei Jahrzehnte dem Verein aktiv gedient haben. Ausgezeichnet worden sind: Hannelore Körbs, Marlis Peters, Wolfgang Herz & Knut Kreuch für 30 Jahre; Ingeborg Stier, Renate Schneider, Karl-Heinz Stichling für 29 Jahre; 28 Jahre dabei sind Anita Volkenanndt und Ehrenmitglied Egon Herz; Monika Kreuch, Gudrun Röder, Grit Schack & Werner Kästner sind 26 Jahre aktiv; auf 23 Jahre blicken Ilse Hartung und Irene Kästner; 22 Jahre sind aktiv Ute Bergmann, Ina Lesch, Gudrun Stichling, Irona Stichling; vor 21 Jahren begannen Antje Körbs, Sigrid Honauer und für 20 Jahre konnten die Ehrung entgegen nehmen Elisabet Hochberg, Bärbel Kreuch, Adelheid Rebmann, Horst Ehrhardt und Dr. Hans Hochberg.

Nach der großen Jahreshauptversammlung bleibt dem Verein nicht viel Zeit zum auszuruhen, denn es gilt Reinigungspläne zu fertigen um das Landhaus Studnitz instand zu halten, am 23. März ist „Gala-Nacht der Tracht“ im Bürgerhaus des Thüringer Landestrachtenverbandes, die vom Verein ausgerichtet wird und auch für den 30.Wechmarer Heimatvereinsausflug am Himmelfahrtstag nach Halle an der Saale gibt es noch viel zu tun. Wechmarer aus aller Welt packen an im Verein – seit 30 Jahren und so wird es bleiben!

Foto: Frank Supplieth

Die neuen Mitglieder des Vereins – die Kirmesgesellschaft Wechmar

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