Die Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 durch den Bund rückte die Aufmerksamkeit für dieses Thema auch im Landkreis Gotha stärker ins Bewusstsein.
Das Gothaer Jugendamt tourte in diesem Jahr mit dem Projekt „Cannabisprävention für Jugendliche“ durch den Landkreis und besuchte acht Schulen. Schüler der Klassen acht bis zehn setzen sich in den verschiedenen Workshops mit dem Cannabisgesetz und dessen möglichen Auswirkungen auseinander.
„Wir setzen nicht auf Verbote“, erklärte Jugendamtsleiter Thomas Jacob (Foto), „es ist vielmehr wichtig, eine Resilienz aufzubauen. Es gilt herauszufinden, wo die Gründe für den Erstkonsum liegen.“ Die eintägigen Workshops klären die Schüler über rechtliche Rahmenbedingungen, gesundheitliche Risiken und persönlichen Umgangsstrategien mit dem Konsum und der Sucht auf. „Das Konzept wird als reflektiv-präventiv beschrieben. Wenn wir mit dem ‚erhobenen Zeigefinger‘ kommen, führen wir Jugendliche noch eher in den Konsum, als sie davon abzuhalten“, merkte Jacob an.
Das Projekt „Cannabisprävention“ dringt in die Lebenswelten der Acht- bis Zehntklässler ein und knüpft an bestehendes Wissen an. Konzipiert und durchgeführt wird es von Sven Zeilmann-Kerber, der beim Jugendamt angestellt ist.
Nach Abschluss des Workshops nahmen alle 15 teilnehmenden Klassen am Quiz „Cannabis kompakt“ vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit teil. Bei der richtigen Beantwortung aller Fragen wurden die Klassen einem Lostopf zugeteilt und hatten die Chance auf erhebliche Geldgewinne. Für ihre Klassen gewannen die Schüler im Landkreis insgesamt 2.100 Euro. Die Klasse 9a des Staatlichen Gemeinschafts- schule „Am Inselsberg“ in Bad Tabarz sicherte sich den Hauptgewinn von 1.000 Euro.
Bei Interesse an einer Teilnahme an diesem Projekt können sich die Schulen per Mail an jugend@kreis-gth.de oder telefonisch unter 03621 214333 melden.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 12 (2025)



















